LUXEMBURG
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Bildungsminister Meisch bringt auch digitale Schulbücher ins Gespräch

Luxemburg Gleich zwei Antworten auf parlamentarische Fragen beschäftigten sich mit der Thematik der künftig kostenlos zur Verfügung gestellten Schulbücher. So wollten sowohl die CSV-Abgeordnete Martine Hansen als auch die DP-Abgeordneten Lex Delles und Claude Lamberty von Bildungsminister Claude Meisch wissen, wie es bei dem neuen Programm um die luxemburgischen Schüler stehe, die an einer Schule im Ausland eingeschrieben seien. Als Beispiel wurde etwa das „Schengen-Lyzeum Perl“ angeführt; Minister Meisch antwortete hierauf, dass diese Gymnasialschüler im Speziellen bereits jetzt von kostenlosen Schulbüchern profitieren würden, wie es im „Schengen-Lyzeum“ bereits vorgesehen sei. Prinzipiell folge Luxemburg dabei dem Vorbild Frankreichs, Belgiens und Deutschlands, die allesamt bereits über ähnliche Finanzierungs- oder Leihmöglichkeiten für Schulmaterial bieten würden.

Digitale Zukunft vorbereiten

Gleichzeitig erklärte der Minister, dass die Möglichkeit von digitalen Schulbüchern ebenfalls in die Maßnahme zur kostenlosen Schulbuch-Vergabe einfließen könnte. „Alle notwendigen Schulbücher kostenlos zur Verfügung zu stellen heißt auch, eine digitale Version anzubieten, wenn diese existiert“, erklärt der Minister in seiner Antwort. Das Ministerium werde prüfen, wie es um die Verfügbarkeit der digitalen Versionen der Bücher beschaffen sei und werde daraufhin dafür sorgen, dass digitale Bücher zusätzlich zu den physischen Kopien beschafft werden könnten. Dabei dürften sich aber auch die Fragen der zeitlich begrenzten Lizenzen für digitale Produkte stellen, wie der Minister betont. Besonders für die sogenannten „Tablet-Klassen“, die mit Tablet-Computern ausgestattet in das Schuljahr starten, würde sich diese Maßnahme dem Minister zufolge anbieten; diese könnten direkt mit dem für ihr jeweiliges Schuljahr notwendigen Material starten und dieses das ganze Schuljahr über zusätzlich zu der gedruckten Variante besitzen. „Es ist offensichtlich, dass in den kommenden Jahren immer weitere Entwicklungen zu digitalen Schulinhalten kommen werden“, betont Meisch. „Dieser Realität muss in unserer Planung natürlich Rechnung getragen werden.“