LUXEMBURG
PATRICK VERSALL

Premiere eines Dokumentarfilms über Countrymusiker Buffalo C. Wayne heute in Düdelingen

Mehr als 400 Stunden Filmmaterial hatte Countrymusiker Buffalo C. Wayne aus 30 Jahren Musikkarriere zusammengetragen. Zwei Stunden „Büffel“ kommen heute ins Kino: Die Dokumentation „Roude Léiw mat Cowboy’s Hutt“ resümiert fast das gesamte Leben des Musikers in zwei Stunden. Aber nur fast. Einige wichtige Kehrtwenden in seinem Leben sind der Schere des Cutters zum Opfer gefallen.

„Ich hätte zum Beispiel gerne noch meine Liebe zur Kunst angesprochen“, erklärt der gebürtige Ettelbrücker und ergänzt: „Mit dem Geld, das ich für meine Bilder bekam, konnte ich früher Instrumente für mich und meine Band kaufen.“

Produzent und Regisseur

Wayne, im bürgerlichen Leben Claude Weber, hatte die Idee zum Film, weil sich in den letzten drei Jahrzehnten eine ganze Menge an Filmmaterial angehäuft hatte. Auf Tournee sei eigentlich immer jemand dabei gewesen, der gefilmt habe, erinnert sich der Musiker aus der Patton-Stadt. Der Countrymusiker bekam außerdem Material von seinem Fanclub; für einige Fernsehaufnahmen erwarb er die Rechte, damit er sie für den Film benutzen durfte. Der Dokumentarfilm besteht ausschließlich aus Archivmaterial, inszenierte Szenen gibt es keine im Film.

Regisseur Andy Bausch hatte sein Interesse bekundet, eine Dokumentation über Buffalo C. Wayne zu drehen, allerdings hatte Bausch noch ein paar weitere Projekte auf seiner To-do-Liste, die er umsetzen wollte. Keine luxemburgische Produktionsfirma hat sich übrigens für das Projekt interessiert. Weber nahm alles selbst in die Hand, produzierte den Film und arbeitete ab 2006 mit Freiberuflern aus der Filmindustrie zusammen. An denen ist der Musiker aber letztendlich verzweifelt: „Sie hatten nie richtig Zeit“, betont der Musiker. Gut vier Jahre benötigten Wayne und seine Helfer nur, um aus 400 Stunden Material eine Vier-Stunden-Fassung zu schneiden. Buffalo C. Wayne begegnete dann Ralf Hess; zusammen fertigten sie die zweistündige Kinofassung an, die ab dieser Woche in den Kinos zu sehen sein wird. Über sechs Jahre dauerten die Arbeiten am Dokumentarfilm; hinschmeißen kam allerdings nie in Frage: „Ich gebe nie auf, es gibt immer einen Weg“.


Premiere von „Roude Léiw mat Cowboy’s Hutt“ um

19.00 im Düdelinger Ciné Starlight. Der Film startet in

diesre Woche in mehreren Kinos