ETTELBRÜCK
PATRICK VERSALL

Julie Conrad entwarf das Bühnenbild für die neue CAPe-Produktion „Rinaldo“

Vor einem Jahr schloss die junge Luxemburgerin Julie Conrad ihre Ausbildung als Produkt-Designerin an der Pariser Hochschule Créapôle erfolgreich ab. Zurück in Luxemburg ist die junge Designerin heute auf unterschiedlichen Feldern aktiv. In den letzten Monaten hat sie hauptsächlich am Bühnenbild der neuen „Rinaldo“-Produktion des CAPe-Ettelbrück gearbeitet. Regisseur Claude Mangen habe an sie gedacht, als er Leute für die Produktion suchte, erklärt Julie Conrad, die schon einmal als Schauspielerin in einer Mangen-Produktion mit gewirkt hat und bereits während ihrer Studienzeit in der französischen Hauptstadt Bühnenbilder entworfen hat. „Mein Studium war breit gefächert, Bühnenbilder zu entwerfen gehörte auch dazu“ , erklärt Conrad.

Feinschliff verpassen

Zurzeit verpasst das gesamte „Rinaldo“-Team der Produktion den letzten Feinschliff; am kommenden Donnerstag hebt sich der Vorhang für die Premiere. Julie Conrad ist zurzeit in Ettelbrück vor Ort, um sich während den Proben u.a. um die Bühnenwechsel zu kümmern. Vor fünf Monaten starteten die Vorbereitungen für „Rinaldo“: Regisseur Claude Mangen gab der jungen Designerin einige Richtlinien mit auf den Weg, ließ ihr aber gleichzeitig genug kreativen Freiraum bei der Gestaltung des Bühnenbildes.

Julie Conrad fing an, die Oper von Georg Friedrich Händel genauestens zu analysieren: „Ich habe das Werk rauf und runter gehört“, erinnert sie sich. Anschließend fertigte sie erste Pläne an, baute Bühnenmodelle zusammen, die sie auf Fotos festhielt und Claude Mangen vorlegte. Die fertige „Rinaldo“-Bühne ist in zwei Welten unterteilt: In eine magische und einer reale.

Die Bühnenbildnerin setzte sich früh mit den Technikern des Ettelbrücker Kulturhauses zusammen, um erste Details zu besprechen. Das technische Team des CAPe baut die einzelnen Elemente des Bühnenbildes zusammen; manchmal werden aber auch einige ausgewählte Teile von externen Firmen gezimmert; Firmen, die z.B. auch Sets für Filmdrehs zusammenbauen.

Den Technikern des CAPe nahm die junge Luxemburgerin freiwillig Arbeit ab. „Für die Inszenierung brauchen wir eigens ein Boot; das habe ich selber aus dem
Material Tyvek gebaut“, so Julie Conrad. Sie müsse einfach von Zeit zu Zeit auch selbst handwerklich arbeiten, so die Produktdesignerin.