PASCAL STEINWACHS

Dass Alkohol so ziemlich alles heilt, was zu heilen wert ist, ist bekannt, ebenso wie die (allzu) große Begeisterung der Luxemburger für jegliche Form von Alkoholika, aber dass die großherzogliche Regierung jetzt sogar das Corona-Dings mit Buff bekämpfen will - „Wann d’Schoul nees ugeet: All Schüler kritt 2 Buffen (...)“, wie RTL die Chose gestern zusammenfasste -, das geht dann doch zu weit, kann so ein Buff (nicht zu verwechseln mit Fernet Branca) doch schnell zur Gewohnheit werden – und dann ist es meistens zu spät.

Unserer Meinung nach hätten es hier auch Schutzmasken getan, ja, sogar hundsgewöhnliche Schals, von denen Staatspremier Bettel ja anscheinend mehrere Hunderttausend auf Lager hat, wie dieser Tage das Nachrichtenportal „The Luxembourg Wurst“ zu berichten wusste. Angesichts der Dramatik der Situation soll er sich sogar bereit erklärt haben, „to donate 200,001 scarves from his personal collection for residents to cover their mouths and noses“. Wahrlich eine nette Geste.

Und wer keinen Bettel-Schal abbekommt, der kann sich, wie US-Präsident Trump jetzt vorschlug, immer noch ein klein bisschen Bleich- oder Desinfektionsmittel spritzen lassen, oder seinen Körper mit massiv UV-Licht verwöhnen. Dann vielleicht doch besser einen Buff...