Wenige Spiele lösen bei der Ankündigung solch eine Begeisterung, Vorfreude und einen Hype aus wie die Fallout-Reihe. Als auf der diesjährigen E3 angekündigt wurde, dass „Fallout 4“ kommen wird und zwar schon am 10. November, waren die Reaktionen entsprechend. Um die Wartezeit, die überraschend kurz ist, etwas zu versüßen, veröffentlichte der Entwickler Bethesda bereits auf der E3 die Spiele-App „Fallout Shelter“, allerdings nur für iOS-Geräte. Besitzer von Smartphones und Tablets mit dem Android-Betriebssystem mussten sich zunächst noch bis zum 13. August gedulden, können aber nun seit fast zwei Wochen ebenfalls das Spiel für die Hosentasche herunterladen.
Du bist der Aufseher
„Fallout Shelter“ unterscheidet sich von den anderen Serienvertretern stark. Das beginnt bereits bei der Plattform, denn „Fallout Shelter“ ist eine App für mobile Geräte und kein Spiel für PC und Konsolen. Darüber hinaus, ist es auch kein Rollenspiel, sondern eine Aufbausimulation. Ihr seid der Aufseher des Bunkers, des „Vaults“. Für Kenner der Reihe ist jedoch das Design des Spiels wie ein nach Hause kommen.
Nachdem er die Nummer eures „Vaults“ bestimmt habt, werdet er in einem kurzen Tutorial in die Grundprinzipien des Spiels eingeführt. Angefangen mit dem Bau von Räumen, wie etwa einer Baracke, um mehr Platz für Bewohner zu schaffen oder Generatoren, damit die „Vault“-Bewohner auch Strom haben. Wenn die ersten Räume gebaut sind müssen die Bewohner, die vor dem Tor des „Vaults“ warten, den verschiedenen Räumen zugewiesen werden. Wie effektiv die Räume arbeiten, hängt von den Skills der arbeitenden Bewohner und dem Level des Raumes ab.
Überleben und Expandieren
Ziel ist es jetzt, genug Ressourcen zu produzieren, damit die Bewohner überleben, neue Bewohner zeugen oder aus dem Ödland anlocken und die Bewohner vor Angriffen und anderen Gefahren schützen. Durch die wachsende Zahl der Bewohner werden weitere Räume freigeschaltet. In manchen dieser Räume können die Bewohner ihre Fertigkeiten verbessern, andere wiederum erzeugen weitere Ressourcen oder Gegenstände.
Das Spiel gibt einem immer wieder Aufgaben, bei deren Erfüllung man als Aufseher entweder Kronkorken bekommt, die im Fallout-Universum die Währung sind oder eine Lunchbox, in der verschiedene Gegenstände, Ressourcen oder sogar besondere „Vault“-Bewohner enthalten sind. Solche Lunchboxen kann man im Shop der App auch gegen echtes Geld kaufen, was aber nicht zwingend notwendig ist und auch etwas den Spielspaß mindert.
Looten und leveln
Die Bewohner sammeln während dem Arbeiten Erfahrung, was ihre Lebenspunkte steigert, nicht aber ihre Fertigkeiten. Diese müssen, wie bereits erwähnt in den entsprechenden Trainingsräumen verbessert werden. Als Aufseher kann der Spieler aber auch Bewohner auf Erkundungstouren schicken, um Waffen, Kleidung, Rüstungen und Kronkorken zu sammeln. Hier empfiehlt sich ein Bewohner mit entsprechend hohem Level. Ohne diese Erkundungen wird der Ausbau und das Überleben von Angriffen mehr als schwierig.
Kurzweilig suchterzeugend
Während einer fast zweiwöchigen Testphase, haben wir uns mit unseren „Vault“ intensiv beschäftigt. Jetzt läuft alles wie geschmiert, die Bewohner trainieren fleißig und vermehren sich. Außer dem Treiben nachzuschauen und zu optimieren kann man nicht viel mehr tun im Spiel. Das ist für eine App aber auch völlig ausreichend, ist das ganze doch spaßig und so charmant im von „Fallout“ gewohnten Stile gehalten und dazu noch kostenlos. Ein würdiger, kleiner Vertreter der „Fallout“-Serie, der die Wartezeit bis zum Release von „Fallout 4“ wahrlich versüßt.
„Fallout Shelter“ könnt Ihr euch sowohl im Google Play Store, als auch im Apple Store gratis herunterladen. Auf „Fallout 4“ müsst Ihr euch aber noch bis zum 10. November 2015 gedulden




