LUXEMBURG
JEFF KARIER

Erfahrungen mit den vernetzten Philips Hue-Lampen

Wenn es um Elektronik-Trends geht, liest man sehr oft von smarten Geräten. Das bezeichnet unter anderem das Vernetzen von Kühlschränken oder Thermostaten mit dem heimischen Netzwerk und somit dem Internet. Die Vorteile sind, dass dadurch etwa Daten ausgetauscht, Geräte zentral programmiert oder übers Smartphone gesteuert werden können.

Das trifft auch auf das Belichtungssystem Philips Hue zu. Bei unserem Alltagstest verwendeten wir drei Lampen aus dem Starter-Kit. In diesem sind neben den sparsamen und vernetzten Lampen auch ein Dimmschalter zum Dimmen ohne Smartphone sowie die Hue Bridge enthalten. Letztere wird ans Netzwerk angeschlossen und verbindet sich seinerseits mit den Lampen. Wir entscheiden uns eine Lampe im Schlafzimmer und die andere im Wohnzimmer zu nutzen. Die dritte drehen wir in eine Stehleuchte im Flur ein, da die Fassung der Deckenlampe, die wir eigentlich smarter machen wollten, nur für Glühbirnen mit kleinem Gewinde geeignet ist. Das ist dann auch die erste Erkenntnis unseres Tests. Bevor man sich ein Set oder mehrere Produkte von Philips Hue kauft, sollte man die Lampen und Leuchten auf ihre Fassung überprüfen. Denn mit einem Preis von 199,95 Euro (UVP ) für dieses Starterset ist dies keine kleine Investition und ein Fehlkauf wäre kostspielig. Allerdings sind die Lampen nicht nur smart. Da es sich dabei um moderne LED-Glühbirnen handelt, sind sie auch sparsam und langlebig.

Nachdem alle Lampen bereit sind und die Hue Bridge angeschlossen ist, installieren wir die kostenlose Hue-App auf unserem Smartphone. Dabei folgen wir der simplen Anleitung, benennen die Lampen nach den Räumen, die sie erhellen, und sind dann auch schon fertig.

Einfache Installation

Über die App im Wohnzimmer können wir die Farbe sowie die Helligkeit selber festlegen oder auch aus verschiedenen Modi wählen. Etwa zum Entspannen oder zum Aufwachen. Beim Durchstöbern der App finden wir noch Funktionen zum Beispiel zum Festlegen von Routinen oder auch die Möglichkeit, über die Positionsbestimmung die Lichter Zuhause einzuschalten, wenn man nach Hause kommt. Das sind zwar alles nette Sachen, doch wirklich brauchen tun wir das nicht. Stattdessen erfreuen wir uns lieber an bunten und passenden Lichtstimmungen, etwa beim Filmschauen oder morgens, wenn man noch müde ist. Auch praktisch ist es im Bett liegend das Licht per App auszuschalten, wenn man am Bett keinen Lichtschalter hat.

Es gibt aber noch weitere Apps wie etwa Hue Essentials von einem Drittanbieter, die unter anderem Effekte bietet, bei denen etwa die Lampen abwechselnd rot und grün leuchten, was Weihnachtsstimmung verbreiten soll – nett.

Die Möglichkeiten sind aber noch vielfältiger. Denn das Belichtungssystem kann unter anderem mit den Sprachassistenten Alexa, Google Home oder Siri verbunden werden. Außerdem gibt es auch Lampen für draußen und andere Produkte aus der Reihe. Wer also solche Sprachassistenten nutzt, für den macht eine Anschaffung von Hue-Produkten durchaus Sinn. Alle anderen sollte sich überlegen, ob sie wirklich solche Lampen benötigen. Wir haben zwar Gefallen an dem Steuern der Lichter gefunden, werden aber wohl vorerst keine weiteren Lampen kaufen. Denn aktuell ist es für uns dann doch eher eine Spielerei als etwas, das einen merklichen Nutzen hat.