CLAUDE KARGER

Der „Wort“-Leitartikler freut sich irgendwie auf die „taffe“ anstehende Budgetwoche im Parlament, bedauert aber, dass bei der Sanierung der Staatsfinanzen weiter „das Kurzfristige“ dominiere und nicht die Konsequenzen für die kommenden Generationen hinterlassen wird. Ein Blick auf den Schuldenberg genüge: „Mit rund elf Milliarden Euro erreicht der Schuldenstand indes eine Größenordnung, mit der sich das Land elfmal das Burj Khalifa leisten könnte“. Vielleicht wäre es eine Lösung, ein paar solcher exklusiven Hart-am-Kilometer-Kratzer im Ländchen zu errichten. Dann wäre das Wohnungsproblem vielleicht im Nu gelöst - auf äußerst spektakuläre Weise. Das wären dann aber viele Briefkästen per Burj Luxus, was ja derzeit im Ausland äußerst suspekt ist. Hm. Lieber ein anderes Geschäftsmodell also. Bei der Suche danach wurde man diese Woche im Parlament nicht wirklich fündig. Was mitunter an der Schwierigkeit hängt, die Wettbewerbsfähigkeit von Ländern zu definieren und zu vergleichen. Die „woxx“ findet die Barometerinflation lustig aber nicht sehr nützlich: „Das Ganze erinnert in etwa an die einst so beliebten Quartett-Kartenspiele, wo die lahme „Fourgonnette“ den sechszylindrigen BMW deshalb ausstach, weil sie fünf statt nur vier Türen hatte“. Im Burj Khalifa soll es übrigens 5.000 Türen geben, mindestens...