CLAUDE KARGER

In den Wochenmagazinen zeigen sich Kommentatoren besorgt über diverse Debatten im Ländchen, finden aber trotzdem noch ein Quäntchen Humor zu bierernsten Themen wie etwa dem Burkaverbot, bei dem es, wie der „Revue“-Leitartikler meint, vor allem um Symbolik geht, wie letzten Sommer beim Burkini-Battle in „Fronkreich“: „Manch einer wird sich die Frage stellen, wie weit die reichlich undifferenzierte Diskussion noch gehen soll, wenn beim Badeverbot für Bekleidete nur an Musliminnen und nicht an hinduistische Inderinnen gedacht wird und wenn aus Hidschabs Niqabs und aus Tschadors Burkas werden - und eine selbstgehäkelte Variante des Burkini womöglich bald als Burkina Faso verballhornt wird?“ Ha! Wir wissen nicht, was der Autor zuhause so häkelt, auf jeden Fall würde er Vermummungen in öffentlichen Einrichtungen verbieten, aber nicht auf der Straße und plädiert für die Entschleierung bei Polizeikontrollen. Das Argument, dass das Burka-Verbot die Welt sicherer macht, gleitet allerdings über hauchdünnes Eis. Zumal, wie der Durchsager vom „Télécran“ meint, „Luxemburg in Sachen Sicherheit eine Insel der Glückseligen ist. Noch“. Und vielleicht sollte man statt über die Burka zu hyperventilieren lieber Burkina Faso helfen, wohin übrigens morgen der Kooperationsminister düst. Es gibt dort viel zu tun.