LUXEMBURG
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Opfer stößt Täter aus dem Bus und entkommt

Nachdem eine Busfahrerin am Mittwoch kurz vor 22.00 die Endstation ihrer Linie in der rue Demy Schlechter in Bonnevoie erreichte, öffnete sie die hintere Tür des Busses, um ihre Pause anzutreten. Kurz darauf wurde sie von hinten am Arm gepackt und von dem Angreifer aufgefordert, Geld herauszurücken. Gleichzeitig riss er gewaltsam an ihr. Die Fahrerin konnte sich aus den Griffen lösen und trat aus der Fahrerkabine.

Als sie ihrem Angreifer gegenüber stand, erkannte sie, dass der Mann eine Schusswaffe in der Hand hielt und damit auf die Frau zielte. Als er den Abzug betätigte, „konnte das Opfer glücklicherweise nur ein Klick-Geräusch vernehmen“, wie die Polizei mitteilte. Die Fahrerin zögerte nicht lange, stürmte auf den Mann zu, packte seinen Arm und konnte mit einem Schlag erreichen, dass die Schusswaffe des Angreifers zu Boden fiel. Es entstand ein Gerangel, bei dem der Angreifer ein kleines Messer zückte und damit wild um sich fuchtelte.

Die Busfahrerin versuchte, den Attacken auszuweichen, erlitt jedoch mehrere Schnittwunden. Als sich der Mann auf Höhe der offenen Tür befand, nutzte die Fahrerin die Gelegenheit, um ihn nach draußen zu befördern und die Tür schnell wieder zu verschließen. Sie fuhr mit dem Bus weiter und konnte im Rückspiegel erkennen, dass der Mann in die Rue William Turner flüchtete. Sofort setzte sie die Buszentrale als auch die Polizei über den Überfall in Kenntnis. Im Bus befand sich noch die Waffe. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine Gasdruckpistole handelte, wie die Polizei präzisierte.

Täterbeschreibung

Hier die Beschreibung des Mannes laut Aussagen der Busfahrerin: etwa 1,85 Meter groß, mit dunkelblauer Daunenjacke mit Kapuze und einem Schal bekleidet. Da der Mann mit dem Schal sein Gesicht teilweise verdeckte, wurde die Fahrerin lediglich auf seine ausgeprägten Augenbrauen aufmerksam, die fast zusammengewachsen waren. Des Weiteren trug der Täter eine schwarze Hose und blaue Sneakers der Marke Allstars. Der Mann sprach einige Wörter in schlechtem Deutsch und fluchte in einer anderen fremden Sprache. Eine Fahndung wurde eingeleitet, verlief jedoch ergebnislos.

Sachdienliche Hinweise können der zentralen Dienststelle in Luxemburg unter der Telefonnummer 4997-4500 mitgeteilt werden.