LUXEMBURG
NATASCHA EWERT

Theaterregisseur Erik Abbott über „Greyhounds“ von Daryl Lisa Fazio

Greyhound Lines ist der Name einer Buslinie, die fast 18 Millionen Passagiere in den Vereinigten Staaten und Kanada zu ihren Zielen hinbringt „Greyhounds“ von Daryl Lisa Fazio heißt auch das neue Theaterstück der englischsprachigen Theatergesellschaft „Actors Repertory Theatre“, das bis morgen im Nature Elements Am Garage in der Route d’Esch in Luxemburg aufgeführt wird.

Toby, burschikos und frech, wartet nachts an einer Haltestelle auf den Bus und begegnet Mercy, die aus einem Lastwagen aussteigt. Mercy, eine Hausfrau, verkörpert das Gegenteil von Toby und versucht, sich mit der Frau anzufreunden. Es dauert einige Zeit bis sie eine Konversation führen. Beide Frauen berichten über ihr Leben und verraten ihre dunklen Geheimnisse. Toby und Mercy warten während einer ganz Nacht auf diese Buslinie. Für das „Lëtzebuerger Journal“ hat sich der Regisseur Erik Abbott einige Minuten genommen, um ein paar Fragen zu beantworten.

Seit wann existiert Actors Repertory Theatre?

Erik Abbott Unsere Theaterkompanie existiert seit 2012. Wir hatten 2013 unser erstes Stück „The Goat or Who is Sylvia?“ von Edward Albee im TNL, dann folgte „Love Letters“ von A.R. Gurney, das 2014 im Art Café in Luxemburg aufgeführt wurde. Danach machten wir eine lange Pause. Während dieser Zeit haben wir unser Konzept erweitert und kamen auf die Idee, es mit Café-Theater zu versuchen. Das gelingt uns mit „Greyhounds“.

Warum haben Sie dieses Stück ausgewählt?

Abbott Wir waren auf der Suche nach einem Stück, das in einem kleinen Raum gespielt werden kann, wie zum Beispiel in diesem Café. Wir haben viele Texte gelesen, aber schlussendlich haben wir dieses Stück ausgewählt, weil es ideal für die beiden Schauspielerinnen ist.

Welche ist Ihre Lieblingsszene?

Abbott Mir gefallen die zwei Eröffnungsszenen der beiden Figuren, aber auch das Ende, weil es bewegend ist. Der Bus kommt an und Toby gibt Mercy ihre Kaugummiflasche, bevor sie einsteigt. Mercy jedoch bleibt auf der Bank sitzen. Aus den zwei Fremden wurden zwei Freundinnen. Doch ihre Wege trennen sich, als Toby Mercy verlässt. Das ist auch das Ende des Stücks.

Welche Symbolik steckt hinter den Szenen, wo beide Figuren eine Situation in der Vergangenheit nachahmen?

Abbott Es ist eine Technik, die auf theatralische Weise erklärt, was den beiden Frauen in der Vergangenheit zugestoßen ist. Es stellt den Kern ihrer eigenen Geschichte dar und den Hauptgrund, warum sie zu diesen Frauen geworden sind, die wir auf der Bühne sehen.
Dieses Café ist noch neu. Wie haben Sie diese Location gefunden?

Abbott Jemand aus unserem Ensemble kannte
das Nature Elements und wusste, dass es dort ein Café gibt. Es ist perfekt für das Theaterstück und das
Personal war freundlich. Wir konnten es für diese Spielzeit mieten.


„Greyhounds“ heute um 19.30 und morgen um 14.30 im Nature Elements Am Garage; 70, Route d’Esch, L-1470 Luxembourg - Reservierungen und Tickets: ActorsRep.Tickets@gmail.com Telefon: 35 63 39