LUXEMBURG-KIRCHBERG
INGO ZWANK

28 Millionen Euro für die Verkehrsentlastung

Entlastung für den Kreisverkehr Serra in Kirchberg naht - zumindest in eine Richtung: Am Mittwoch wurde durch Infrastrukturminister Francois Bausch der neue Bypass-Tunnel auf Kirchberg, der Autofahrer direkt von der Avenue Kennedy auf die Autobahn Richtung Luxemburg beziehungsweise Arlon führt, offiziell für den Verkehr freigegeben. Bisher mussten Verkehrsteilnehmer aus Richtung Stadtzentrum kommend den Kreisverkehr Serra Oberirdisch durchqueren, um auf die Autobahn A1/A6 zu gelangen.

Nach Schätzung des Infrastrukturministeriums wird infolge der Eröffnung der Nordstraße und der prognostizierten Zahlen an Bewohnern und Beschäftigten der Verkehr weiterhin zunehmen. Zu den Spitzenzeiten am Morgen rechnet man mit stündlich 5.800 Fahrzeugen und am Abend sollen es 4.400 sein, die den Kreisverkehr nutzen.

Die 360 Meter lange neue Fahrspur ist Teil des Konzepts zur Verkehrsentlastung. „Wir erhoffen uns, dass hierdurch auch weniger Autos in Richtung Stadt für Richtung Frankreich fahren. Denn auch hier ist eine starke Belastung festzustellen.“

Kreisel komplett in „Turbo - Kreisel“ umwandeln

Die Inbetriebnahme des Tunnels ist nur der erste Schritt. Bis 2017 soll der Kreisel komplett in einen „Turbo - Kreisel“ umgewandelt werden. Bei diesen wird durch die Vorwegweisung der zufließende Verkehr auf die richtige Spur sortiert so dass im Kreisel niemand die Spur mehr zu wechseln braucht.

Zusätzlich werden zusätzliche Fahrspuren im Kreisverkehr ausgewiesen. Der neue „Turbo-Rond-Point“ wird um Spuren erweitert, die verhindern, dass man als Autofahrer auf den Kreisverkehr einfahren muss, wenn man gleich die erste Ausfahrt wieder nehmen möchte.

„Ein weiterer Schritt hin zur Vollendung des Turbo-Kreisels ist am 8. November, dann wird der Kreisel teilweise in Betrieb genommen.“ Und der ist eine Weiterentwicklung des klassischen Kreisverteilers, wobei der Unterschied darin liegt, dass die Autofahrer bereits vor der Einfahrt in den Kreisel entscheiden müssen, welche Ausfahrt sie nehmen werden, „entsprechend werden sie dann durch den Kreisel geführt“, sagt Patrick Gillen, Präsident des Fonds Kirchberg.