LUXEMBURG
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Horesca stellt Kampagne „Flott Spillowenter“ vor - mit dem Kartenspiel „Up & Down“

Die Leute, eigentlich unsere ganze Gesellschaft, sollen sich wieder in die Augen gucken und miteinander reden können: „Einfach mal die Handys beiseite legen und bei einem gepflegten Bier im Café kommunizieren“, sagt Horesca-Präsident Alain Rix gestern bei der Vorstellung der Kampagne „Flott Spillowenter“ im Café Pacha.

Im Rahmen der Qualitätslabelinitiative „Wëllkomm“

Spielen, diskutieren, Spaß haben im Café an der Ecke - warum nicht mit „Up & Down“. Das Spiel sei sehr einfach zu spielen, verraten die Spieleentwickler Jens Merkl und Jean-Claude Pellin: „Wir wollten Aspekte einbringen, die bekannt sind - Karten und Würfel.“ Und was dabei rausgekommen ist, ist „Up & Down“, ein Kartenspiel mit zwei Würfeln... „Man kann aber sagen, dass man mit dem speziell designten Karten von Camille Chaussy auch ganz normale Kartenspiele, die bekannten Spiele, im Café spielen kann“, sagt Pellin.

Auch Staatssekretärin Francine Closener ließ es sich nicht nehmen, sofort am Kartentisch Platz zu nehmen. „Eine tolle Idee im Rahmen unserer Initiative ‚Wëllkomm‘“. Das Qualitätslabel ‚Wëllkomm‘ richtet sich an Gastbetriebe aller Art mit und ohne Alkoholausschank, also Gaststätten, Kneipen, Bistros und so weiter“, wie Closener ausführte. Es ist eine Initiative des Wirtschaftsministeriums in Zusammenarbeit mit dem Hotel- und Gaststättenverband Horesca mit dem Ziel, das Image des Gastgewerbes zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen die Qualität und der Service der lokalen Gastbetriebe. Das „Wëllkomm“-Label soll künftig zu einem wichtigen Entscheidungskriterium für Kunden werden. „Jeder Gastbetrieb, der mit dem Label ausgezeichnet wird, verpflichtet sich, verschiedene Qualitätsanforderungen einzuhalten“, ergänzte Horesca-Generalsekretär François Koepp. Diese sind in einer Charta definiert, die dem Label zugrunde liegt, und die Bereiche Servicequalität und Gastfreundschaft, Hygiene und Lebensmittelsicherheit sowie Nachhaltigkeit erfasst. Im Rahmen der Kampagne wolle man jährlich ein „Spiel des Jahres für die Cafés“ küren, wie Claude Ries von der Horesca verriet. „Das soll von einer Jury auserkoren werden.“

KMU-Gesetzgebung auf Bistros ausgeweitet

Und da passt nun das Bestreben, die „alte Luxemburger Café-Kultur“ wiederzubeleben, sehr gut in die Initiative hinein. Closener freute sich, ankündigen zu können, dass man im Rahmen der Gesetzgebung und Finanzierung nun auch Cafés und Bistros bezüglich „Kleine und Mittlere Unternehmen“ mit einbeziehen werde.

Dies alles soll dazu beitragen, dass dem „Bistro- und Kneipensterben“ im Großherzogtum Einhalt geboten wird - gibt es doch aktuell nur noch rund 1.000 dieser „Sozial-Treffpunkte“, wie Koepp ausführte.

www.horesca.lu