COLMAR-BERG
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Gestern erfolgte die Grundsteinlegung für die Erweiterung der Trainingspisten in Colmar-Berg

Seit dem 1. Juli 1995 müssen alle Führerscheinneulinge der Kategorie B - mit Wohnsitz in Luxemburg - an einem eintägigen Fahrsicherheitslehrgang teilnehmen. Der Kurs sei aber kein Test, wie immer wieder betont wird. Führerscheinneulingen soll zu einer defensiveren und verantwortungsvollen Fahrweise verholfen werden. „Sie sollen sich den Gefahren des alltäglichen Verkehrs bewusst werden und die eigenen Grenzen, die ihres Fahrzeugs und die der Physik kennenlernen, um so gegebenenfalls in Notsituationen richtig reagieren zu können“, wie es vom „Centre de formation pour conducteurs“ und Direktor Tom Sabus heißt. Gestern wurde der Grundstein zur Erweiterung der Fahrpiste in Anwesenheit von Minister François Bausch gelegt.

Erweiterung um 35.000 m²

Seit der Eröffnung im Juni 1996 sind bereits 120.697 Autofahrer und 12.785 Motorradfahrer durch die Teilnahme an den angebotenen Kursen auf mögliche Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht worden, wie es vonseiten der CFC weiter heißt. Dies ganz nach der Philosophie des CFC „Learning by Doing“. Werden doch auch Fahrer, die sich gerne weiterbilden möchten, für ein entsprechendes Verkehrsverständnis sensibilisiert.

„Um den zukünftigen Anforderungen an neue Assistenzsysteme wie Geschwindigkeitslimit-Assistent oder auch Brems-Assistent sowie einer stetig wachsenden Nachfrage für das vielfältige Kurs-Angebot gerecht zu werden, wird das bestehende Ausbildungszentrum mit einer Fläche von 84.600 m² in Colmar-Berg um 35.000 m² erweitert“, erklärte Sabus. Voraussichtlich sind die Bauarbeiten Ende 2019 abgeschlossen.

Bausch beschrieb die Wichtigkeit des Zentrums mit Blick auf die Verkehrssicherheit, die 2017 „die besten Zahlen“ auswies, die aber auch leider den positiven Trend für 2018 nicht bestätigen kann. Auch in puncto Schwerverletzte sei diese Bilanz leider nicht sehr gut, so Bausch, der aber relativierte, dass man diesen negativen Trend nicht nur in Luxemburg feststellen würde. „Viele andere Länder in Europa haben mit diesem Phänomen zu kämpfen“. Mit den angepeilten Zielen sieht es leider schlecht aus.

Die Koalitionsverhandlungen seien noch nicht abgeschlossen, daher könne man noch keine konkreten Maßnahmen präsentieren. Doch der Minister sei sich ziemlich sicher, dass auch der neuen Regierung der Bereich Verkehrssicherheit sehr am Herzen liegen werde.

Einen großen Beitrag, dass sich die Zahlen in den letzten Jahren aber so positiv entwickelt hätten, sei dem CFC und seinen Mitarbeitern zuzuschreiben, resümierte Bausch. Die Arbeit, die hier gemacht werde, würde Leben retten.

Beide Pisten bieten 550 Meter

Natürlich sei das Nichteinhalten von Verkehrsregeln immer noch das Hauptproblem. Aber auch die falsche Einschätzung von Situationen oder von eventuellen Konsequenzen durch falsches Verhalten spiele eine große Rolle in der Verkehrssicherheit. Hier würden daher die Kurse des CFC eine sehr wichtige Stellung einnehmen, sei es für Führerscheinneulinge oder für Motorradfahrer, die sich nach dem Winter wieder auf die Maschine setzen wollen. 2019 würden noch mehr Kurse angeboten werden, wie Bausch ankündigte. Beide neuen Pisten bieten eine Länge von ungefähr 550 Meter , die bei einer gemeinsamen Nutzung zusätzliche Schulungsmöglichkeiten bieten. Die erste der neuen Pisten ist ein Trainings-Handling-Parcours mit einer kurvenreichen Streckenführung, welche vor allem für die Motorradfahrerausbildung geplant ist. Die zweite Piste würde sich in die Bauweise der bereits bestehenden Pisten einreihen und über einen haftungsreduzierten Belag und Wasserhindernisse verfügen. Die Schulungen auf dem geplanten Ausbau werden auch weiterhin Wert auf eine ökologische, ökonomische und vorausschauende Fahrweise legen, wie die CFC-Führung betont.


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