LUXEMBURG
MARTINE BACKENDORF

„Vakanz doheem“ wurde bereits im vergangenen Jahr vom Tourismusminister Lex Delles vorgestellt. Durch die Pandemie erhält das Konzept unerwarteten Schub. Martine Backendorf, Kommunikationsleiterin bei „Les Auberges de Jeunesse Luxembourgeoises a.s.b.l.“ erklärt, wieso Luxemburger die Gelegenheit nutzen sollten, um die Jugendherbergen des Landes kennenzulernen.

„Wir sehen es als Chance, dass die Luxemburger diesen Gutschein erhalten. Wir sind glücklich darüber, dass das Ministerium sich für diese Maßnahme entschieden hat, egal ob das Geld bei einem Hotel, Camping oder eben bei einer Jugendherberge ausgegeben wird. So wird die Initiative ‚Vakanz doheem‘ vorangepusht - wenn nicht jetzt, wann sonst? Denn die Menschen werden sich jetzt mehr Gedanken darüber machen, ob und wo sie ihren Urlaub verbringen. Dabei ist klar, dass Luxemburg relativ sicher ist. Wir wollen gerne ein interessantes Paket anbieten, das sogar zwei Nächte beinhaltet. Wir hoffen, dass durch die Gutscheine noch mehr Luxemburger von uns profitieren und merken, dass die Jugendherbergen im Land ganz modern sind.

Jugendherbergen bieten eben mehr als nur Betten. Wir bieten eine qualitativ hochwertige Restauration an. Unter dem Namen ‚Melting Pot‘ findet man dieses Restaurant in jeder Jugendherberge. Daneben organisieren wir noch zahlreiche Aktivitäten. Das kann auch Infrastrukturen wie etwa Kletterwände oder Indoor-Spielplätze beinhalten. Das ist auch ganz attraktiv für Familien. Wassersportarten, Radtouren und Wanderungen sind ebenso im Angebot.

Es ist also auch eine Gelegenheit, unser Land besser kennenzulernen. Es gibt da auch Wander- und Fahrradangebote, die einen von Jugendherberge zu Jugendherberge führen. So kann jeder ein paar Regionen innerhalb einiger Tage entdecken und die Natur genießen. Wir versuchen auch immer, mit Partnern zusammenzuarbeiten, um breit gefächerte Pakete anbieten zu können. Vor allem Familien neigen dazu, mit ihren Kindern das Land entdecken zu wollen.

Wir haben in den letzten Jahren bereits bemerkt, dass das Interesse bei den Luxemburgern wächst. Das liegt auch an den Kindergeburtstagen, die man in Jugendherbergen organisieren kann. Da stellen die Eltern schon fest, dass Jugendherbergen heute nicht mehr mit dem zu vergleichen sind, was sie früher einmal waren. Damit können wir viele anlocken. Auch von der Restauration profitieren viele. Da merkt man, dass der Luxemburger anfängt, uns als interessanten touristischen Akteur wahrzunehmen.

Bedingt durch die Krise verkaufen wir aktuell keine Betten sondern Gäste können in Privatzimmern übernachten. Das ändert sich natürlich wieder, je nachdem wie die Situation sich entwickelt. Wir wollen vor allem Familien erreichen.“