PASCAL STEINWACHS

Georges Mischo (CSV), der neue Gemeindevater der zukünftigen Kulturhauptstadt Europas, ist nicht nur jung, sondern auch ein Mann der klaren Worte, wie er diese Woche im Gespräch mit der „Revue“ deutlich machte: „Wenn ich irgendwann ein Problem mit der CSV habe, dann sage ich ‘Äddi a Merci’ und konzentriere mich wieder auf das Leben neben der Politik“.

Trotzdem freut er sich natürlich diebisch, jetzt - und der gewesene Sportlehrer Mischo zitiert seine Schüler -„Chef von Esch“ zu sein, auch wenn er niemand sei, „der den Tag vor dem Abend“ lobe. Sein neues Büro mag er selbstverständlich auch, „bis auf die Stehlampe mit dem roten Schirm“, aber das dürfte wohl dahingehend zu erklären sein, dass Rot immer noch die Farbe der LSAP ist, und die mag er bekanntlich gar nicht. „Zuerst gab es ‘Bling Bling’, danach Veras überzogene Sozialpolitik“, und diese „zwei Extreme“ seien „der Stadt nicht zugute“ gekommen.

Am liebsten würde Mischo aber „in den Bergen wohnen“, wie er der „Revue“ des Weiteren verrät. Ein klein bisschen Realismus bewahrt hat sich das Esch/Alzetter Stadtoberhaupt aber auch: „Wenn meine Frau das liest, zeigt sie mir einen Vogel“. Die Unterstützung „Veras“ dürfte ihr gewiss sein...