PASCAL STEINWACHS

Als richtiger Revolutionär weiß KPL-Chef Ali Ruckert natürlich, was sich gehört, nämlich seinen Gesprächspartner vom „Quotidien“ in das Esch/Alzetter Wirtshaus „Chez Anita“ einzuladen, befindet sich dieses doch - und das kann kein Zufall sein - in der Rue Simon Bolivar, was bekanntlich ein ganz großer Revolutionär war, der solch illustren Gestalten wie Hugo Chávez als Vorbild diente. Ruckert scheint sich hier jedenfalls pudelwohl zu fühlen, zumal er die ganze Zeit mit „Moien Ali“ begrüßt wird, und die KPL in letzter Zeit wieder mehr Mitglieder bekommen hat. Wie viele Mitglieder die Kommunisten aber nun wirklich haben, will Ruckert nicht verraten: „Nous ne donnons jamais ce chiffre, le KPL ne l’a jamais fait depuis 100 ans“. Dass er nach dem 14. Oktober ins Kammerhaus einzieht, scheint der KPL-Chef aber selbst nicht zu glauben: „J’ai la patience révolutionnaire“.

Zwischen der DP und der CSV gibt es derweil erste Annäherungen, interessiert sich der Staatspremier doch auf einmal für Eishockey, dem erklärten Lieblingssport von CSV-Präsident Spautz, wie Bettel jetzt auf Twitter kundtat. So habe er einen spannenden Sport entdeckt, „bei dem ech d’Reegelen nach net all verstan hunn“, aber da kann Marc Spautz dem Regierungschef bestimmt weiterhelfen...