PASCAL STEINWACHS

Wir ahnten es schon immer, aber jetzt haben wir es dank „Stuttgarter Zeitung“ schwarz auf weiß: Henri von Luxemburg war einmal jung, doch „mittlerweile ist der junge Mann von der Mosel mit der frappierenden Ähnlichkeit mit US-Schauspieler Richard Chamberlain auch schon im gesetzten Alter und dreifacher Großvater“, wobei besagter Chamberlain ja tatsächlich irgendwie ganz adrett ausschaut, aber bei einem Mann, der in seiner langen Berufskarriere in solch unterschiedlichen Filmdingern wie „Massaker im Morgengrauen“, „Cinderellas silberner Schuh“, „Die Tochter des Paten“ oder „Hustle – Unehrlich währt am längsten“ mitschauspielern musste, gehört das wahrscheinlich zum „Fonds de commerce“. Von weit weniger Erfolg gekrönt als die chamberlain‘sche Filmkarriere waren gestern indes die Feierlichkeiten zur 70jährigen Rückkehr der großherzoglichen Großmutter, der dann auch weder der Regierungschef, der Erste Bürger des Landes oder die Hauptstadtbürgermeisterin beiwohnten, aber die waren wohl alle noch im Ausland.

Ganz andere Prioritäten setzt seinerseits das „Wort“, das seinen gestrigen Artikel über „Freikörperkultur in Luxemburg“ mit „Eine Freizeitaktivität wie jede andere“ untertitelte-Für eine Erzbistumszeitung ganz schön progressiv...

Kommentare