LUXEMBURG
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Bis Jahresende will der Staat nun auch den Gebäudekomplex B auf „Kalchesbréck“ erwerben

Die ersten Dienste der Polizei zogen bereits im Jahre 2010 in die „Cité policière“ auf „Kalchesbréck“ unweit des Flughafens, die im September 2012 auf den Namen „Cité policière Grand-Duc Henri“ getauft wurde, doch unter einem Dach untergebracht wurden die verschiedenen Verwaltungen der großherzoglichen Polizei dann erst nach und nach, nachdem die bisher auf Verlorenkost untergebrachte Hauptzentrale auch auf „Kalchesbréck“ umzog.

Laboratorium der Polizei soll im neuem Gebäudekomplex untergebracht werden

Gestern nun befasste sich der zuständige Parlamentsausschuss mit der Erweiterung der „Cité policière“, sollen doch - und darauf hatten sich Polizeiminister François Bausch und die Polizeigewerkschaften im vergangenen Juli im Rahmen eines Rekrutierungsplans geeinigt - binnen drei Jahren (2020-2022) nicht weniger als 607 Kaderbeamte und 240 Zivilisten bei der Polizei rekrutiert werden. Allein für das Budgetjahr 2020 wurde eine erste Einstellungswelle von sieben A1-Beamten, 140 B1-Beamten, 60 Beamten aus der C-Laufbahn sowie 80 Zivilisten vereinbart. Sollte sich nach 2022 herausstellen, dass diese Sondereinstellungen nicht ausreichen, dann wird es 2023 zu weiteren Einstellungen kommen, zusätzlich zum Ersatz von normalen Abgängen.

So will der Staat bis zum Ende des Jahres auch den rund 14.500 m2 an Bürofläche umfassenden Gebäudekomplex B auf „Kalchesbréck“ erwerben, nachdem die Polizei bis jetzt nur im Gebäudekomplex A untergebracht war.

Die beiden Gebäudekomplexe, die vor zehn Jahren gebaut wurden, sind unterirdisch auf Parkebene miteinander verbunden. Im neuen Gebäudekomplex untergebracht wird unter anderem das neue Laboratorium der Polizei.

108 Millionen Euro sind im Gesetzentwurf zum Erwerb des Gebäudekomplexes B vorgesehen; zum Berichterstatter wurde der DP-Abgeordnete André Bauler ernannt. Der Gebäudekomplex soll gemietet werden, eine Kaufoption wird allerdings nicht ausgeschlossen.

Auch soll ein Teil der Möbel des Vormieters übernommen werden, wobei die Räumlichkeiten aber noch den speziellen Sicherheitsstandards der Polizei angepasst werden müssen.