PASCAL STEINWACHS

Ehe er sich am Ende dieser Legislatur definitiv aus dem Abgeordnetenhaus verabschiedet, geizte CSV-Verfassungsexperte Paul-Henri Meyers (81) gestern im „Tageblatt“ nicht mit guten Ratschlägen an seine potenziellen Nachfolger, sollte man sich in der Politik doch, auch wenn man nicht Experte in allen Bereichen sein könne, „die entsprechenden Kenntnisse aneignen“. Denn: „wenn man keine Ahnung hat, ist man seinem Gegenüber ausgeliefert“. Man müsse sich also einarbeiten, und man müsse auch selbst Texte verfassen. Er bedaure dann auch, „dass viele Deputierte ihre eigenen Reden nicht mehr selbst schreiben“, denn wenn man sie selbst verfasse, dann müsse man sich auch mit dem Projekt befassen.

Garantiert ein Seine-Reden-selbst-Verfasser ist indes Staatspremier Xavier Bettel, der aber nicht nur gerne Reden verfasst, sondern noch lieber telefoniert, was er in seiner „Better call Bettel“-Aktion dann auch genüsslich auslebt. Sehr zum Leidwesen des „Land“, dem diesbezüglich nichts anderes einfiel, als Cloclo zu zitieren: „‘Le téléphone pleure’ chanta Claude François un an après la naissance de Bettel, en 1974“. Der zweite Teil von „Better Call-Bettel“ ist übrigens seit gestern online: „Ech sinn net do fir de Leit eng Matratz ze gi fir drop ze pennen“...