LUXEMBURG
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Regierung setzt konsequent auf erneuerbare Energien

Mit Masut-Heizungen befasst sich der Abgeordnete Marc Goergen („Piraten“) in einer parlamentarischen Anfrage an Energieminister Claude Turmes („déi gréng“) und Umweltministerin Carole Dieschbourg („déi gréng“).

In der nun vorliegenden Antwort weisen die Minister Turmes und Dieschbourg darauf hin, dass „in der Heizungsdatenbank der Umweltverwaltung derzeit 97.266 Masut-Heizungen registriert sind“, darunter auch einige Anlagen, die inzwischen durch Gas/Biomasse-Anlagen ersetzt wurden, ohne dass die Umweltverwaltung hiervon in Kenntnis gesetzt wurde. Im Norden des Landes sind 28.755 Masut-Heizungen gemeldet, heißt es auf die ausdrückliche Nachfrage von Goergen.

Heizöl-Verbrauch rückläufig

2017 wurden dem nationalen Emissionsinventar zufolge ungefähr 198 Millionen Liter Masut in Haushaltsheizungen verfeuert. Rückblickend auf 2012 kann ein Rückgang des Verbrauchs von zwölf Prozent festgestellt werden, heißt es weiter. Von 2012 bis 2017 sind insgesamt 1,2 Milliarden Liter Masut in Haushaltsheizungen verfeuert worden.

Weiter weisen die beiden Regierungsvertreter darauf hin, dass der Treibhausgas-Ausstoß von Masut-Heizungen der Haushalte sich für das Jahr 2017 auf 529.625 Tonnen CO2, 70 Tonnen CH4 (Methan) und vier Tonnen N2O (Lachgas) beläuft. Diese Emissionen entsprechen einem Total von 532.687 Tonnen CO2-Gleichwerten und stellen 5,2 Prozent der nationalen Treibhausgasemissionen des Jahres 2017 dar. Auch unterstreichen die Minister, dass, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen, es besser und nötig wäre, „die Masut-Heizungen direkt durch mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu ersetzen, wie beispielsweise den Anschluss an ein Fernwärmenetz“. Die Alternativen werden übrigens von der Regierung bezuschusst.

Das Projekt des neuen Energie- und Klimaplans, den die Regierung Anfang des Jahres vorgestellt hat, sieht vor, dass die Energieeffizienz absolute Priorität genießt und die Produktion von erneuerbaren Energien im Strom-, Hitze- und Kältebereich bis 2030 „weiter konsequent und ambitiös wachsen soll“, heißt es weiter. In diesem Rahmen sollen auch präzisere Maßnahmen in Sachen Nutzung von Masut-Heizungen im Großherzogtum getroffen werden. Bis 2050 will Luxemburg CO2-neutral sein.