LUXEMBURG
CATHERINE NOYER

Sonnenbrillen sind nicht nur ein Modeaccessoire, gute Modelle bieten Schutz vor UV-Strahlen

Konnten wir bisher nur unsere Mode in der Wohnung vorführen, die sich größtenteils auf ein flottes Jogging-Outfit beschränkte, so ist jetzt Fashion angesagt. Die Sonne lockt und dazu gehört die Sonnenbrille als modisches Accessoire. Besonders über der Maske, die in diesem Sommer wohl dazu gehört, sollte sie ein Hingucker sein. Und da bieten die Designer in dieser Saison einige extravagante Modelle.

Das Gros ist allerdings klassisch und an die Modelle der 1960er und 70er Jahre angelehnt. Als Materialien haben sich mittlerweile Azetat und Metall etabliert, die für Leichtigkeit und Stabilität der Fassungen stehen. Goldtöne und Braunnuancen sind wieder da, aber auch kalte Farben wie transparentes oder metallisches Grau und Schwarz. Die besondere Note des Sommers 2020 sind Rosé-Gold, Altrosa und Fuchsia neben den absoluten Trendtönen Gelb und Orange. Kalte Farben sorgen für Dynamik und Charisma während warme Farben freundliche Noten, Chic und Glamour vermitteln. Sexyness vermitteln dagegen Löwen-, Zebra- oder Tiger-Muster.

Die Formen sind jetzt oval, rund und asymmetrisch. Katzenaugen werden bis ins Extreme gestylt. Retro- und Piloten-Brillen erinnern teilweise an die Côte d‘Azur der 1960er Jahre, als Südfrankreich ein künstlerischer Hot-Spot war, an den der Film „La Piscine“ anknüpft. Neu interpretiert schafft der Look 2020 die Verbindung zur vergangenen Zeit.

Allgemein fallen die Sonnenbrillen weniger durch Applikationen auf. Auch die Schnitte sind dezenter und orientieren sich an den Klassikern. Dafür sind manche Formen extravagant, genauso wie die Farbkompositionen sowohl der Gläser als auch der Fassungen. Auffallen wird man mit diesen Formen wie beispielsweise den übergroßen Rechtecken der Square-Sonnenbrillen bei Christian Dior, den asymmetrischen Fassungen bei Tom Ford oder den durchgehenden Shield-Brillen bei Tommy Hilfiger auf jeden Fall.

Gegentrend zu den eckigen XXL- sowie den Shield-Modellen sind die schmalen Mikro- und die ebenso schmalen Cat-Eye-Brillen.

Vier Blendschutz-Kategorien

Außer den modischen Kriterien soll eine Sonnenbrille das Sonnenlicht möglichst umfassend abschirmen. Nicht nur die Gläser sollen Schutz bieten, sondern der seitliche Lichteinfall soll ebenfalls reduziert werden, beispielsweise durch breite Bügel.

Der Blendschutz einer Sonnenbrille wird durch den Tönungsgrad bestimmt, der in vier Kategorien eingeteilt wird. Die Kategorie 1 ist 43 bis 80 Prozent lichtdurchlässig, hat einen hellen bis mittleren Filter und ist somit gut geeignet für bedeckte Tage und die Stadt. Für den täglichen Gebrauch wird dabei die Kategorie 2, mit 18 bis 43 Prozent Lichtdurchlässigkeit und ein mittlerer Lichtschutz, empfohlen. Letzterer sollte höher sein, wenn man Urlaub am Strand oder in den Bergen macht. Hier bietet sich die Kategorie 3 mit drei bis 18 Prozent Lichtdurchlässigkeit an. Im Hochgebirge und auf dem Gletscher kommt die Kategorie 4 mit drei bis acht Prozent Lichtdurchlässigkeit zum Einsatz.

Die Zeichen CE und UV 400 im Bügelinneren weisen darauf hin, dass die Brille den EU-Qualitätsnormen und den UV-Strahlungsbereichen entspricht.