CLAUDE KARGER

Die „Nordwest-Zeitung“ freute sich gestern, dass das 2016er Internationale Filmfest in Oldenburg Mitte September „jede Menge Europa“ enthalte. Das hat vor allem mit dem Streifen über den dienstältesten EU-Chefdiplomaten zu tun, der dort „Foreign Affairs“ vorstellt, die Doku, für die Pasha Rafiy ihm ein Jahr lang auf den Fersen war. „Filmfest -Chef Torsten Neumann hat den Kontakt zu Asselborn („ein cooler Typ“) über einen befreundeten Luxemburger Filmproduzenten geknüpft“, schreibt die NWZ. Der Filmfest-Boss bedauert aber, dass Asselborn nicht zur Abschluss-Gala dabei sein und auch dessen Busenfreund Frank-Walter S. keinen Schlenker an die Nordsee machen kann. „Loudervéih“ - ein gar undiplomatisches Wort mit dem Asselborn im Film seinen unkooperativen Rasenmäher bedenkt - mag Neumann ob dieser Gemengelage geflucht haben. Noch viel schlimmere Flüche fallen indes dem LSAP-General angesichts des Omnibus-Gesetzes ein, das der Staatsrat nun schon in die dritte Verlängerung schickte. „Ich bin frustriert“, seufzte Cruchten ganz uncool im „Wort“. Auch der Innenminister verliere langsam die Geduld, säße ihm doch „die Opposition im Nacken“, wobei die CSV in Sachen administrative Vereinfachung weiland nicht mit großen Würfen glänzte. Kersch aber will einen solchen. Titel: „Einfach Lëtzebuerg“. Das wird ein Streifen mit vielen Fortsetzungen.