LUXEMBURG
DPA/LJ

Auch in den Ländern, in die man als Luxemburger einreisen darf, müssen Touristen einiges beachten

Luxemburger dürfen aktuell nicht überall in Europa einreisen um Urlaub zu machen. Aber auch in den Ländern, die man bereisen kann, gelten mal strenge, mal weniger strenge Corona-Regeln:

Belgien

Im öffentlichen Nahverkehr, in Geschäften, Kinos und Museen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Restaurants, Cafés und Hotels sind wieder geöffnet. Für Strandbesuche an bestimmten Abschnitten müssen sich Urlauber und Einheimische anmelden.

Bulgarien

Für Feriengäste aus allen EU-Staaten gibt es seit Mitte Juli keine Quarantänepflicht. Die bereits geöffneten Hotels haben sich auf Corona-Schutzmaßnahmen eingestellt. Wegen schnell steigender Corona-Fallzahlen sind Mund-Nasen-Masken in gemeinschaftlich genutzten geschlossenen Räumen wieder Pflicht.

Frankreich

In öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie beispielsweise Geschäften und Markthallen gilt Maskenpflicht. In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten wieder geöffnet - Tickets müssen in der Regel vorher online gebucht werden. Das Disneyland in der Nähe der französischen Hauptstadt empfängt wieder Besucher.

Griechenland

Reisende müssen sich mindestens 24 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Ein Algorithmus errechnet dann, ob und welche Reisende nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen. Maskenpflicht besteht nur in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Museen und archäologischen Stätten.

Italien

Innerhalb des Landes darf man sich ungehindert fortbewegen. In Geschäften, Zügen oder anderen geschlossenen Räumen gilt Maskenpflicht, sie wurde gerade bis mindestens 31. Juli verlängert. An Stränden müssen Distanzregeln eingehalten werden - was teils aber nicht richtig gelingt. In den Bars und Restaurants haben viele Wirte ihre Tische fast komplett nach draußen gestellt.

Kroatien

Die Reisenden müssen an der Grenze lediglich erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt. Ein entsprechendes Formular kann vor Reiseantritt aus dem Internet heruntergeladen werden. An den Stränden gelten Abstandsregeln, eine Überbelegung soll verhindert werden. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt wieder Maskenpflicht.

Malta

Bei der Ankunft von Touristen messen die Malteser die Körpertemperatur. Liegt sie bei 37,2 Grad Celsius oder höher, wird ein Corona-Test durchgeführt.

Niederlande

Urlaubsunterkünfte müssen aber unbedingt vorab reserviert werden, mahnen die Behörden. Das gilt auch für Restaurants, Museen und viele andere Sehenswürdigkeiten. Im öffentlichen Leben, also auch in Geschäften und an Stränden gilt ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht.

Österreich

In den meisten Urlaubsregionen Österreichs gibt es kaum mehr coronabedingte Beschränkungen. Allerdings hat Österreich wieder die Maskenpflicht eingeführt.

Portugal

Besucher müssen Angaben zum Zielort und auch zur Erreichbarkeit während des Aufenthalts im Lande machen. Zudem wird die Körpertemperatur gemessen.

Schweden

Die Schweden haben trotz insgesamt sinkender Todes- und Infektionszahlen noch vergleichsweise hohe Corona-Werte zu verkraften. Die schwedischen Grenzen sind für EU-Bürger dagegen offen und auch innerhalb des Landes gibt es keine Beschränkungen.

Slowakei

Das Land war vom Coronavirus kaum betroffen und hat deshalb die meisten sehr strengen Corona-Schutzmaßnahmen gelockert. Weiterhin ist in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Inneren von Geschäften ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, in Lokalen nur beim Rein- und Rausgehen.

Spanien

Der Spanien-Besucher muss bedenken, dass im ganzen Land weiterhin strenge Corona-Regeln wie Maskenpflicht und Abstandsgebot gelten. Diese wurden zudem von immer mehr Regionen - unter anderem auch Mallorca und den restlichen Balearen - aufgrund einer Zunahme der Neuinfektionen in den vergangenen Tagen verschärft. Fast überall gilt inzwischen eine verschärfte Maskenpflicht auch im Freien. Sorge bereitet aber vor allem die jüngste Entwicklung in Katalonien. Dort hat man jetzt die Lockerungen gebremst. Versammlungen von mehr als zehn Menschen sind auch im privaten Bereich wieder verboten. Wichtig für Spanien-Besucher: Man muss ein Online-Formular ausfüllen und erhält dann einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuweisen ist. Bei der Einreise wird auch die Körpertemperatur gemessen.
Mit den steigenden Ansteckungszahlen, der „zweiten Welle“, in Luxemburg hat sich die Situation für Urlauber aus dem Großherzogtum wieder verschärft. Die Bandbreite der Maßnahmen variiert von Land zu Land. Gelegentlich ist die formale Situation strenger als die faktische Lage vor Ort. So auch im Nachbarland Belgien. Obwohl derzeit schon viele Luxemburger an ihrer Stammküste Urlaub machen, steht das Großherzogtum dort auf einer „orangen“ Liste. Quarantäne und Tests werden „empfohlen“.
Ähnlich ist die Lage in Deutschland. Formal müssen Luxemburger in den meisten Bundesländern in eine 14-tägige Quarantäne, wenn der negative Corona-Test älter als zwei Tage ist. Hintergrund ist die hiesige Ansteckungsrate von mehr als 50 Infizierten pro einhunderttausend Einwohner. Es gibt aber an der Grenze zu Deutschland keine Kontrollen. Auf einen negativen Test besteht auch die Slowakei, er darf nicht älter als vier Tage sein.

Dänemark lehnt Luxemburg ab

Dagegen dürfen Luxemburger ohne Einschränkungen nach Frankreich einreisen, in den Niederlanden muss man eine Reservierung für eine Unterkunft vorweisen.
Auch für Bulgarien, Malta, Polen und Portugal gilt: Einreise ohne Einschränkungen. Ausnahme stellen die portugiesischen Inseln Madeira und die Azoren dar. Auch in Tschechien und Ungarn steht einem Urlaub für Luxemburger nichts im Wege. Urlaub in Dänemark fällt dieses Jahr für Luxemburger aus: Das Großherzogtum gilt als „banned country“ – keine Chance zur Einreise.
Anders dagegen Österreich, wo Luxemburger ohne Einschränkungen Urlaub machen dürfen Nach Finnland dürfen Luxemburger nur mit einem wichtigen Grund einreisen. Wer dorthin kommt sollte sich freiwillig in Quarantäne begeben.
Einfacher ist es anderswo: In Griechenland müssen Reisende einen umfangreichen Fragebogen ausfüllen, ebenso in Kroatien und Spanien. In Italien gibt es eigentlich keine Beschränkung, man muss aber seine Reise dokumentieren. Man darf zwar nach Irland einreisen, darf dort aber nichts unternehmen .
Das Baltikum wird als Reisegebiet immer interessanter, aber in Estland und Lettland müssen Reisende aus Luxemburg 14 Tage in Quarantäne, weil auch den Balten die luxemburgischen infektionsrate zu hoch ist. Litauen erlaubt nur die Durchreise mit einem negativen Test - an einen Verbleib ist hier nicht zu denken. Keine Chance für einen Urlaub im schönen Norwegen. Luxemburg steht dort auf einer „roten Liste“, was eine mindestens zehntägige Isolation nach der Einreise zur Folge hat. Gleiches gilt für Rumänien, Slowenien, die Schweiz und Zypern.
Nach Schweden dürfen Luxemburger einreisen, aber die dortigen Ansteckungszahlen dürften ihrerseits Touristen abschrecken.