LUXEMBURG
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Mobilitätsminister François Bausch stellte gestern Ergebnisse des reformierten Transportangebots „Adapto“ in Parlamentsausschüssen vor

Es war keine öffentliche Vorstellung einer Studie, dafür sind die Umstände des Jahres 2020 bisher doch zu besonders gewesen. François Bausch, Minister für Mobilität und Bau, stellte aber eine erste Bewertung des reformierten Transportsystems „Adapto“ bei  einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Familie und Integration und des Ausschusses für Mobilität und öffentliche Arbeiten den zugehörigen Parlamentariern vor.

Das Transportsystem „Adapto“ ist für Menschen mit Behinderungen gedacht, die in ihrer Mobilität so einschränkt sind, dass sie keine herkömmlichen öffentlichen Verkehrsmittel benutzen können. Sie können, vereinfacht gesagt, via „Adapto“ einen behindertengerechten Minibus anfordern, um von A nach B zu kommen.

Der Zugang zum „Adapto“-Dienst, die Reservierungsmethoden und die Systematik wurden parallel zur Einführung des kostenlosen öffentlichen Transports Anfang März 2020 geändert. Trotz einer schwierigen Phase zu Beginn, gefolgt von einem fast sofortigen Zusammenbruch des Betriebs aufgrund des Corona-Lockdowns, hat die Nutzung von „Adapto“  wieder zugenommen, insbesondere seit September.

Trotz der problematischen Gesamtsituation konnte das Transportministerium in den ersten Monaten Verbesserungen am Buchungssystem vornehmen: Verbessertes Management der verschiedenen Rollstuhlmodelle (Gewicht und Größe); Hinweise auf einen Assistenzhund; Anpassung  der Betriebssoftware; Optimierung des Transport- und Benutzergruppierungssystems.

Am 12. Oktober  waren 5.269 Personen registriert und im Besitz einer Adapto-Karte. 2019 nutzten 4.786 Personen den Dienst, was einen deutlichen Anstieg bedeutet. Das Verfahren um eine „Adapto-Karte“ zu verlängern wird ebenfalls vom Ministerium überdacht.