LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

Sie haben die Haare schön: Ex-Franzosenpräsident François Hollande zahlte seinem Friseur monatlich 10.000 Euro, sein Nachfolger Emmanuel  Macron zahlte seiner Chef-Visagistin allein in den ersten drei Monaten seiner Regentschaft 26.000 Euro für Make-up (die Haare dürften noch einmal extra gekostet haben), und US-Präsident Trump setzte für das Styling seiner orangenen Haartracht anscheinend allein während der Laufzeit seiner Show „The Apprentice“ mehr als 70.000 Euro von der Steuer ab, wie dieser Tage bekannt wurde. Wir  (in diesem Falle ich) benötigten unsererseits in den vergangenen zwölf Monaten für unsere Frisur - wir haben uns schon vor Jahren für eine praktische Coupe Taifun entschieden - gerade einmal zwölf Euro (Make-up & Trinkgeld mit eingerechnet), worüber sich bestimmt auch die Klimaneutralität freut.

Eher auf großem Fuß lebt hingegen EZB-Direktor Yves Mersch (Ex-LSAP), über den ja immer mal wieder wegen seiner teuren Dienstreisen berichtet wird, zu denen er - auf Kosten der Europäischen Zentralbank, wie es heißt - oftmals auch seine Gattin mitnehmen soll, was dem „Spiegel“ jetzt erneut einen Artikel wert war.  Dabei verdienen EZB-Direktoren anscheinend  gerade einmal rund 300.000 Euro im Jahr. So was von sozialneidisch aber auch...