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„Artisan’Ale“: 150 handwerklich gemachte Biere bietet Damien Lesprit in seinem Shop an

Dem ein und andere dürfte der Begriff „Mikrobrauereien“ etwas sagen. Dabei handelte es sich um kleinere Brauereien, die in den späten 1970er Jahren erst in England, dann in den 80ern auch in den USA, den traditionellen Mega-Brauereien Paroli bieten wollten, und so dem „Craft Beer“ Leben einhauchten. Auch wenn man sagen muss, dass der Terminus „Mikro“ etwas überholt ist… auch wenn die Produktionsmenge einer Craft-Brauerei der einer industriellen Großbrauerei noch lange nicht das Wasser reichen kann.

Aus der ganzen Welt

In Clausen in der Rue de Clausen Nummer 30 hat sich Damien Lesprit ganz diesem Thema der „Craft Beer“ verschrieben. Der Name seines Ladens drückt es schon aus: „Artisan’Ale“. Rund 150 unterschiedliche Craft-Biere aus der ganzen Welt mit ihren teils sehr künstlerisch gestalteten Etiketten bietet Lesprit an. Er erklärt: „Wörtlich übersetzen kann man ‚Craft Beer‘ mit ‚handwerklich gemachtes Bier‘“ - und auch nur solches Bier bietet er an. Doch die klare Definition geht noch etwas weiter. In den USA, der Heimat der „Craft-Bewegung“, gibt es eine feste Definition von „Craft Beer“ beziehungsweise „Craft Brewer“, wie Lesprit, der selbst Braukurse in Belgien belegt hat, erzählt. Festgelegt habe die die Brewers Association, der Verband aller mittlerweile über 4.000 Craft Brauereien der Vereinigten Staaten. Und sie lautet einfach: „Small, independent, traditional“. Im Detail genauestens ausgeführt bedeutet das, dass nach der Definition der Vereinigung der Jahresausstoß einer „Craft Brewery“ nicht über sechs Millionen Barrel liegen darf, was fast zehn Millionen Hektolitern entspricht. Auch dürften nur weniger als 25 Prozent der Unternehmensanteile von einem Konzern der Alkoholindustrie besessen oder kontrolliert werden. Und die Mehrzahl der Produkte einer „Craft Brauerei“ müssten Biere im traditionellen Sinne sein, also aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe gemacht sein. Aromatisiserte Malzgetränke gelten daher nicht als Bier in diesem Sinn.

Variationen sind möglich

Einfach nur „Craft Biere“ zu verkaufen ist ja nun auch nichts Besonderes. „Wie frisch gezapft“ ist da schon ein Punkt, der sicherlich manchen aufhorchen lässt. Denn das ist das Angebot des 38-Jährigen. In seinen designten Flaschen, unter anderem mit einem Fassungsvermögen von zwei Litern, kann sich der Bier-Freund aus einer Auswahl sein bevorzugtes Bier aussuchen, was dann über eine spezielle Anlage frisch in die wiederverwendbaren Flaschen abgefüllt wird. „Hier kann ich bis zu vier verschiedene Biere anschließen“, erzählt Lesprit, wobei der sein Angebot auch entsprechend der Nachfrage gestalten kann. „Aber ich versuche schon, die Auswahl entsprechend zu variieren.“ Na dann: Prost!


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