LUXEMBURG
JORGE ALMEIDA

„Crash Team Racing: Nitro Fueled“ bringt Einzelspieler-Abenteuer ins Kart-Racer-Genre zurück

Crash Team Racing: Nitro Fueled“ ist ein Kart-Rennspiel von Activision’s Entwicklerstudio Beenox. Genauer gesagt handelt es sich hier um einen Remake von „Crash Team Racing“, das im Jahr 1999 für die Sony PlayStation erschienen ist.

Die erste Option, die einem im Hauptmenü des Spiels auffällt, ist der sogenannte „Abenteuer“-Modus. Fans des Originalspiels wird sofort klar sein, worum es sich handelt:Es ist der beliebte Einzelspieler-Modus, in dem man in einem sogenannten „Hub“ an verschieden Rennen und Herausforderungen teilnehmen kann. Landet man bei einem Rennen an der ersten Stelle, erhält man einen Pokal. Sobald man alle Pokale des jeweiligen Hubs in Besitz hat, darf man gegen den Boss des Hubs antreten. Bezwingt man diesen, geht’s ab zum nächsten Hub, wo den Spieler dieselbe Prozedur erwartet.

Neben den Pokalrennen gibt es außerdem noch die Relikte und „CTR“-Token-Rennen. Bei den Relikten muss man gegen die Zeit kämpfen, allerdings mit einem kleinen Unterschied verglichen mit typischen Zeitrennen. Auf der Strecke sind sämtliche Kisten verstreut, die jeweils die Zeit um eine, zwei oder drei Sekunden stoppen. Es geht bei den Relikten also mehr darum, alle Kisten zu treffen. Insbesondere deshalb, weil zehn Sekunden von der Rennzeit abgezogen werden, wenn man alle Kiste zerschmettert.

Die „CTR“-Token-Herausforderungen sind von der Idee her recht simpel: Man muss die drei C-, T- und R-Token auf der Strecke einsammeln und das Rennen auf dem ersten Platz beenden. Die Belohnungen für beide Herausforderungen sind kosmetisch: neue Karts, Reifen, Lackierungen und Sticker, sowie Skins für jeden Charakter. Abgesehen von diesen Belohnungen sind diese Herausforderungen mit dem Zweck gestaltet, dem Spieler die Abkürzungen auf den Strecken beizubringen.

Einfacherer Einstieg mit scharfer Lernkurve

Das Spiel an sich ist ein typischer Kart-Racer. Genau wie bei „Mario Kart“ gibt es hier auch Items, die es den Spielern ermöglichen, sich gegenüber ihren Konkurrenten einen Vorteil zu verschaffen. Sobald man das Rennen allerdings online nimmt, führen diese Items mehr zur Frustration, da der Spieler aufgrund der schwachen Online-Infrastruktur des Spiels oft nicht sieht, von was man überhaupt getroffen wird.

Im Vergleich zu den üblichen Kart-Racern verfügt „Crash Team Racing“ über eine Mechanik, die das Spiel kompetitiver wirken lässt: das vom Spiel genannte „Turbo Boosting“. Der Spieler sieht auf seinem Bildschirm unten rechts eine Turbo-Leiste, die sich während eines Drifts auffüllt. Drückt der Spieler nochmal den Drift-Knopf, sobald die Leiste fast aufgefüllt ist, wird er mit einem „Speed Boost“ belohnt. Verpasst er das Timing, muss er einen neuen Drift starten. Dieser „Turbo Boost“ kann bis zu dreimal in einem Drift benutzt werden für eine maximale Geschwindigkeitserhöhung. Diese Mechanik macht das Spiel interessanter für Veteranen, lässt dafür aber Casuals im Online-Modus hängen, da erfahrene Spieler oft bis zu 30 Sekunden früher das Ziel erreichen.

Alles in allem sorgt „Crash Team Racing: Nitro Fueled“ also für sehr viel Spaß, der dank diverser Modi auch noch lange anhält. Als Sahnehäubchen gibt es obendrein noch zusätzliche Inhalte dank gratis DLC in den kommenden Monaten, dies in der Form von neuen Charakteren, Karts, Skins und neue Strecken. Bei nur 40 Euro kann man hier also schlecht was falsch machen.

„Crash Team Racing: Nitro Fueled“ ist ab sofort auf PS4, Xbox One und für die Nintendo Switch erhältlich.

Getestet auf PS4 Pro.