FRANKFURT AM MAIN
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Die Lage für die Deutsche Bank spitzt sich zu. Offenbar verschreckt die Diskussion um die Kapitalausstattung der Bank mittlerweile erste wichtige Kunden. Börsianer reagierten mit massiven Verkäufen: Am Freitag sackte der Aktienkurs zeitweise um neun Prozent ab und lag damit erstmals unter die Marke von zehn Euro. Bis zum Nachmittag entspannte sich die Situation etwas und die Aktie konnte ihre Verluste halbieren.

Bedeutend geringere Strafzahlung?

Deutsche-Bank-Chef John Cryan machte Spekulanten für den Absturz verantwortlich, die das Vertrauen in das Institut schwächen wollten. Über den Handelsbereich hinaus soll es bislang keine negativen Folgen für die Geschäfte der Bank geben, zitierte die „Financial Times“ einen Insider. Wie Cryan betont, verfüge die Bank über Liquiditätsreserven von über 215 Milliarden Euro. Das sei ein „komfortabler Puffer“.

Derweil gab es Marktgerüchte, das Institut stehe vor einer Einigung mit der US-Justiz auf eine Strafzahlung in Höhe von 5,4 Milliarden US-Dollar für umstrittene Hypothekengeschäfte. Das wäre erheblich weniger als die 14 Milliarden Dollar, die bislang als mögliche Strafzahlung im Raum standen.