„Eine einzige Frage brachte am Dienstag vor einer Woche das Leben der Schuldirektorin ins Wanken“, dramatisierte das „Wort“ am Samstag die Ministerkür von Martine Hansen. Sie soll nach einer schlaflosen Nacht in Heiderscheid ihren ganz persönlichen „D-Day“ erlebt haben. Na, vielleicht kommt der „D-Day“ erst noch, wenn die Newcomerin, die überzeugt zu sein scheint, dass sich die Führung einer Sekundarschule und einer Uni ähnlich gestalten, im Match gegen Ministerkollegen um Uni-Finanzen oder hohe Beamte um die Uni-Orientierung einklappt. „Gewarnt hat mich eigentlich niemand“, gibt sie zu. Auf jeden Fall lacht die dynamische Plötzlich-Spitzenpolitikerin (noch) viel. Zum Beispiel wenn man sie fragt, ob sie aus Überzeugung, Tradition oder Zufall zur CSV gestoßen ist. Aus Überzeugung und Tradition lautet die Antwort. Die CSV habe nun mal Tradition im Agrar-Milieu. „Und was lange Tradition hat, wird irgendwann Überzeugung“. Na denn. Hoffentlich stellt die Forschung Traditionen und Überzeugungen nicht allzu sehr in Frage. Nicht allzu viel in Frage stellen will indes der neue Familienminister, der zunächst mal alle Termine seiner Vorgängerin wahrnehmen will. Zum Beispiel die Fatima-Prozession in Wiltz am Donnerstag. Tradition verpflichtet halt.