LUXEMBURG
CHRISTIAN SPIELMANN

Zum neunten Mal: „Fast & Furious presents: Hobbs & Shaw“

Mit „The Fast & the Furious“ kam 2001 ein Film in die Kinos, der eine recht interessante Geschichte erzählte, die im Milieu der illegalen Straßenrennen in Los Angeles spielte. Vin Diesel und Paul Walker waren die Hauptdarsteller. Ein zweiter Teil, „2 Fast 2 Furious“, war ebenfalls noch gerechtfertigt. Mit dem dritten Teil „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“ gingen der Serie bereits die guten Ideen aus, und das was folgte, kann man einfach vergessen. Während der Dreharbeiten zu „Furious 7“ starb Paul Walker bei einem Autounfall. Sein Bruder Cody übernahm seine Rolle, wobei dessen Gesicht mittels der CGI-Tricktechnik die Formen von Paul erhielt. Nun kommt der neunte Teil „Fast & Furious presents: Hobbs & Shaw“, oder kurz „Hobbs & Shaw“, den David Leitch („Atomic Blonde“, „Deadpool 2“) inszenierte, in die Kinos. Von den Figuren aus den vorherigen Teilen sind nur noch Luke Hobbs (Dwayne Johnson) und Deckard Shaw (Jason Statham) übriggeblieben.

Wieder mal die Welt retten

Das hypertödliche Virus „Snowflake“ ist das Objekt der Begierde der Terror-Organisation „Eteon“. Doch ehe die Terroristen unter Leitung von Supermann Brixton (Idris Elba) es stehlen können, hat sich die MI6-Agentin Hattie (Vanessa Kirby) das Virus injiziert und ist von der Bildfläche verschwunden. CIA-Agent Locke (Ryan Reynolds) rekrutiert in den States Hobbs, während Shaw in England von Agent Loeb (Rob Delaney) auf den Fall angesetzt wird. Beide sollen zusammenarbeiten, was aber nicht so einfach ist.

Als Hobbs Hattie dingfest macht, stellt sich heraus, dass sie Deckards Schwester ist. Die Zeit drängt, denn das Virus wird bald in Hatties Körper aktiv werden und auf die Menschheit übergreifen. Leider wird sie von Brixton entführt. Die Jagd beginnt und führt bis nach Moskau und Samoa, dort wo Hobbs Familie wohnt, die er seit 25 Jahren nicht mehr gesehen hat.

Eine unmögliche Geschichte

Es ist einfach unglaublich, was für Hirngespinste die Filmemacher den Zuschauern wieder auftischen, angefangen beim Supermann Brixton, der einfach alles kann und scheinbar nicht zu killen ist, bis hin zu den zwölf Stunden, die noch bleiben, um Hattie das Virus zu entfernen, wobei fast 15.000 Kilometer von Moskau bis Samoa zu überwinden sind, die Maschine für die Virusentfernung von Hobbs‘ Bruder Jonah (Cliff Curtis) repariert werden muss, und noch alle Vorbereitungen zu treffen sind, um den Kampf gegen die Eteon-Killerbande aufzunehmen, und das mit traditionellen samoanischen Waffen. Doch dies wird der Popcorn-Generation nicht auffallen, sie schon gar nicht beim Futtern stören, und die Kinobetreiber interessiert es ebenfalls nicht, denn der Film wird wieder die Kassen füllen.

Lediglich ein paar humorvolle Einlagen sind erträglich, retten aber weder die Welt noch den Film, den man einfach vergessen muss. So ist Helen Mirren hier die im Knast sitzende Mama von Deckard und Hattie, und Kevin Hart spielt einen bekloppten Air-Marshall. In der Rolle von Mateo ist Joe Anoa’i zu sehen, der besser als WWE-Wrestler Roman Reigns bekannt ist. Nur es wird nicht der letzte Teil sein, denn wer hinter Eteon steckt, muss noch geklärt werden. Im nächsten Teil wird dann wieder Vin Diesel mitspielen.