Game over? Und was kommt jetzt? Womit werden wir in Zukunft spielen? Fragen, die den Besucher im Videospiele-Raum am Ende der Ausstellung „L’Art des Jeux et des Jouets“ auf Schloss Malbrouck im französischen Manderen erwarten. Noch bis zum 14. Dezember sind hier an die 400 Exponate aus den unterschiedlichsten Epochen und Sammlungen zu betrachten, die bezeugen, wie wichtig das Spielen zu jeder Zeit war, für die Entfaltung der geistigen und körperlichen Möglichkeiten bei Kindern aber auch als nicht unerheblicher gesellschaftlicher Kitt.
Schnitzeljagd in historischer Kulisse
Die Organisatoren haben die Ausstellung selbst übrigens zum Spiel gemacht: In den zahlreichen Sälen, die es zu besuchen gilt, haben sie Hinweise versteckt. Wer sie alle findet und die große Frage bei dieser außergewöhnlichen Schnitzeljagd beantwortet, dem winkt an der Kasse ein Geschenk. Ein starker Ansporn für Kinder, sich in dem historischen Gemäuer näher umzuschauen. Da vergeht ein Nachmittag wie im Flug.
Aufwendig restauriert
Doch die Burg an sich, in der jedes Jahr eine größere Ausstellung stattfindet, ist bereits einen Abstecher wert. Das im 15. Jahrhundert von den Herren von Sierck - das Städtchen mit seiner Burg über der Mosel liegt nur fünf Kilometer südwestlich - erbaute Bollwerk, das sich seit 1975 im Besitz des „Conseil Général de la Moselle“ befindet, wurde zwischen 1988 und 1998 aufwändig restauriert. 18 Millionen Euro flossen in den im „Tour des Dames“ vorzüglich dokumentierten Wiederaufbau des historischen Gemäuers von dessen Zinnen aus der Blick nach Westen gen Luxemburg und nach Osten ins Saarland schweift. Von Schengen aus über Apach sind es gerade einmal acht Kilometer bis zum „Château de Malbrouck“, das im September übrigens eine ganze Reihe von außergewöhnlichen Führungen durch aussergewöhnliche Persönlichkeiten anbietet.
www.chateau-malbrouck.com






