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Auf was Du bei öffentlichen Netzwerken achten solltest

Schon praktisch, dass an immer mehr Orten WLAN angeboten wird. Auch auf Reisen muss man dann nicht auf Internet verzichten und kann noch ordentlich sparen, da keine Mobilfunkkosten anfallen. Aber bei öffentlichen WLAN-Netzwerken ist Vorsicht angebracht, wie Bee Secure, die Initiative für eine sichere Benutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie, rät.

Zunächst sollte man wissen, dass es zwei Arten öffentlicher WLAN Verbindungen: jene mit und jene ohne Passwortschutz. WLAN Verbindungen ohne Passwort bezeichnet man als „offen“ oder „unverschlüsselt“. Jegliche Kommunikation, die über eine solche unverschlüsselte Verbindung durchgeführt wird, kann für andere verbundene Geräte sichtbar sein. Aus diesem Grund, sollte man öffentliche Netzwerke mit Passwortschutz bevorzugen.

Achtung, Datendiebe!

Probleme entstehen, wenn andere Nutzer, die das gleiche WLAN nutzen, die Absicht haben Passwörter, Usernames und andere Daten zu stehlen.

Dies ist besonders einfach bei unverschlüsselten WLAN-Verbindungen. Eine weitere Betrugsmasche von Kriminellen, ist das Erstellen von falschen WLAN-Netzwerken. Diese tragen meist ähnliche Namen wie die der offiziellen Netzwerke (etwa Namen naheliegender Cafés oder Geschäfte). Meist unterscheidet nur ein kleiner Tippfehler die Namen. Um der Gefahr zu entgehen, sollte man den Rückgriff auf unverschlüsselte WLAN-Zugänge vermeiden, ebenso wie Transaktionen wie beispielsweise E-Shopping und E-Banking, weil dann die Gefahr besteht, dass Kriminelle Zugriff auf Kreditkarten oder Bankdaten erlangen. Vermeiden sollte man auch Software-Updates über öffentliche WLAN-Verbindungen, ansonsten besteht das Risiko, eine von Kriminellen platzierte „Malware“ herunterzuladen.

Verschlüsseln und tarnen

Trau, schau, wem, lautet also die Devise. Um möglichst sicher in öffentlichen WLANS zu surfen, rät Bee Secure etwa, auf verschlüsselte Verbindungen oder Webseiten zu achten. Diese erkennt man durch ein Sicherheitsschloss in der Adresszeile und die Angabe „https“ vor der eigentlichen Web-Adresse. Eine Hilfe hierbei kann das Add on HTTPS-Everywhere Add-on anbieten.

Sogenannte „VPN-Verbindungen“ (Virtual Private Network) ermöglichen es, eine verschlüsselte Verbindung aufzubauen indem der VPN-Server dem User eine neue IP-Adresse zuweist und dadurch keine Dritten Zugang erhalten.

Ein Check der Einstellungen der Geräte ist nützlich: Im Betriebssystem sollte man darauf achten, dass das Netzwerk als ein öffentliches und nicht privates Netzwerk eingestellt ist. Somit wird vermieden, dass das Gerät und die freigegebenen Ordner nicht von anderen Nutzern gefunden werden können.

Bei Unsicherheiten lieber Mobilfunknetz nutzen

Die Risiken mindern tut auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung: Bei dieser Art der Authentifizierung bekommt man zusätzlich zum Passwort einen einmaligen Code per SMS oder App geschickt. Der zusätzliche Code ist eine weitere Hürde für Datendiebe.

Allgemein gilt: Private WLAN-Netzwerke stets öffentlichen vorziehen und bei Unsicherheit lieber über das Mobilfunknetz surfen.

Mehr: www.bee-secure.lu