LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Schiefer in und um Luxemburg

Kleine Auffrischung in Erdkunde: Mit dem Begriff „Rheinisches Schiefergebirge“ wird seit 1815 eine Landschaft wissenschaftlich bezeichnet, die vom Nordrand des Pariser Beckens bis nach Mittelhessen reicht. Zu dieser Mittelgebirgsgruppe gehören Ardennen, Eifel, Hunsrück, Westerwald und Taunus. In allen fünf Mittelgebirgen bildet der Schiefer, aufgefaltetes Meeressediment aus dem Devon, die Grundlage. Die besonders in der Eifel aufgetretene vulkanische Aktivität gehört in jüngere Erdzeitalter. Basalt und Bims sind Millionen Jahre jünger als der Schiefer. Der letzte Vulkanausbruch liegt erst 12.000 Jahre zurück.

Da sich der Schiefer gut bearbeiten lässt, wird er in unserer Region seit Jahrhunderten als vielseitiger Baustoff in ober- und unterirdischen Gruben abgebaut. Hauptsächlich als Dachschiefer. Von  der früheren „Montanindustrie“, die sich von den Ardennen bis zum Rhein zog, sind nur extrem wenige produzierende Gruben und einige Museumsbergwerke erhalten. Der Schiefer, der heute verbaut wird, kommt zu 90 Prozent aus ausländischen Lagerstätten. Schiefer taucht kaum noch in den Abbaustatistiken auf.

Schiefer als Energieträger ist in den USA und Kanada populär, aber in Luxemburg und bei den Nachbarn (noch) kein Thema.