LUXEMBURG
INGO ZWANK

Viele Aktionen prägen vom 16. bis zum 22. September die Mobilitätswoche in Luxemburg

Wielen. Änneren. Kombinéieren - Däin Transport richteg liewen“, dies bedeute Multimobilität, „ein Spruch, der mir sehr gut für die Aktion gefällt. Wir müssen auf einen guten Mix im Bereich des Transportes setzten“, sagte Minister Francois Bausch, der gestern zusammen mit Emile Eicher (Präsident des Syvicol), Félicie Weycker (Verwaltungsratspräsidentin Verkéiersverbond) sowie Gilles Dostert (Generaldirektor Verkéiersverbond) die Intention und das Programm der Europäischen Mobilitätswoche, die vom 16. bis zum 22. September stattfinden wird, vorstellte.

2002 gab es die erste Mobilitätsaktion

Seit der ersten Mobilitätswoche im Jahr 2002 ist die Zahl der Städte, die daran teilnehmen, stetig gewachsen. Immerhin haben sich aktuell europaweit bereits über 1.100 Gemeinden und Städte mit Programmen und Aktionen angemeldet. Im letzten Jahr waren es offiziell 2.012 Städte, die fast 9.000 Aktionen präsentierten.

„Wir haben in den letzten Jahrzehnten sehr auf das Auto als einziges Fortbewegungsmittel gesetzt, ‚Do the right mix‘ ruft nun dazu auf, Werbung für etwas und nicht gegen etwas zu machen“, betonte Bausch. Reflexartig nur nach dem Autoschlüssel zu greifen, diese Mentalität muss aus den Köpfen heraus, betonen die Verantwortlichen der Mobilitätswoche. Den Tag planen, wie kann ich welche Strecken mit welchen Verkehrsmitteln zurücklegen? Daher sei es sehr wünschenswert, wenn das Auto nicht mehr so dominant in der Stadt ist, was „auch der Lebensqualität zugute kommt.“

Eine Änderung hat die Aktion erfahren in dem Punkt, dass sie quasi ein ganzes Jahr präsent sein wird, „mit dem Höhepunkt der Mobilitätswoche“, erklärt Dostert, denn die „Mobilitätswoche“ und „Do the right mix“ wurden zu einer Aktion zusammengefasst. Auch „wurden entsprechende Datenbanken gekoppelt und zusammengefasst.“ In Luxemburg wird die Kampagne begleitet von Edgar, einem kleinen Männlein, der sich mit seiner Familie mobil durch Werbefilmen oder Flyer bewegt und so für „Wielen. Änneren. Kombinéieren“ wirbt.

Tunnellaf Walfer“ am 13. September und viele weitere Aktionen

Der Verkéiersverbond koordiniert in diesem Sinne einige Aktionen wie zum Beispiel den „Tunnellaf Walfer“ am 13. September, der mit dem „Tag der offenen Tür“ der Route du Nord kombiniert wird. Das „Comité des usagers“ wird sich ebenfalls am 16. und 17. September präsentieren, am 17. September heißt es für die Radfahrer „E Kado fir de Velo“, wo die Radler im Bereich Viaduc und Kreisverkehr Schuman mit einem kleinen Geschenk belohnt werden. Am 18. September findet eine Konferenz „Fortbewegung & Fortschritt 2“ in der Coque statt, „sicherlich der Höhepunkt für uns“, so Dostert. Am 18. September ist die Grundsteinlegung für den neuen Tramsschapp auf Kirchberg, was passend in die Mobilitätswoche integriert wurde.

„Mam Velo op d´Schaff“

Die traditionelle Preisüberreichung der Aktion „Mam Velo op d´Schaff“ findet am 18. September statt, wo unter anderem das Europäische Parlament, die Stadt Luxemburg sowie die Europäische Kommission und die Uni Luxemburg ausgezeichnet werden.

Sensibilisieren soll die Woche mit tollen Aktionen und Events, „daher hoffe ich, dass auch praxisbezogen viele Gemeinden mitmachen werden“, so Bausch, „und dies sind bis jetzt 40 Gemeinden“, sagte Eicher, denn solche Aktionen sind nicht nur für die Gemeinden selbst und ihre Einwohner, „sondern auch für die Nachbargemeinden und die Anwohner interessant.“ So sei die Möglichkeit gegeben, „auch mal beim Nachbarn zu schauen, was dort gemacht wird.“ Daher rief Eicher alle Gemeinden und auch Vereinigungen auf, ihre geplanten Aktionen auf der Internetseite einzutragen und zu registrieren. So sind bei einigen Gemeinden „autofreie Tage“ geplant, wie Dostert betonte.

In Brüssel wird in der nächsten Woche die Mobilitätswoche von Kommissarin Violeta Bulc eröffnet, an der auch Bausch teilnehmen wird. Wo es um nachhaltige Mobilität geht, darf das Fahrrad nicht fehlen. Denn was Gesundheitsförderung, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit angeht, nimmt das Fahrrad nach wie vor eine Spitzenposition ein. Der Einsatzbereich und Aktionsradius des Fahrrades wird durch neue Entwicklungen bei E-Fahrrädern zusätzlich erweitert, „daher wird in diesem Jahr in die Woche mit dem Rad gestartet.“


Alle weiteren Infos gibt es auch unter www.mobiliteitswoch.lu oder www.dotherightmix.lu, die Anmeldebögen, die hier zu finden sind, wurden übrigens auch auf Luxemburgisch übersetzt