LUXEMBURG
SVEN WOHL

Im Norden gibt man sich angesichts der Pandemie kämpferisch

Das Ösling ist aus touristischer Sicht mit die wichtigste Region des Großherzogtums. Umso härter trifft die Coronakrise dann auch den Norden. „Diese Saison ist wie sie ist“, resümiert Paul Ihry, Geschäftsführer des „Office régional du tourisme Éislek“ (ORT Éislek) die Situation im Gespräch. „Wir wollen das Beste daraus machen und da Hilfe bieten, wo wir nur können.“

Klare Regeln

Das Beste bedeutet in diesem Fall unter anderem: Weiter Führungen anbieten, nur eben die Zahl pro Gästeführer auf neun Besucher limitieren. Einige Attraktionen sind gleich ganz geschlossen, wie etwa die Kupfergruben in Stolzemburg oder auch der Besucherstollen der SEO. Gleiches gilt für zahlreiche Freibäder. Auf den Campingplätzen musste bei den Animationen umdisponiert werden. Rallyes und Lagerfeuer sind unter den geltenden Beschränkungen ganz schwierig. „Wir halten uns ganz streng an die sanitären Regeln, die aktuell gelten“, versicherte uns Paul Ihry weiter.

Trotz dieser Beschränkungen sind Besichtigungen immer noch beliebt, auch wenn die Zahl der Reservierungen zurückgegangen ist. Storytelling ist also weiter sehr gefragt. Und obwohl die belgischen und deutschen Touristen mittlerweile ausbleiben, kann man bereits feststellen, dass das Interesse der niederländischen und heimischen Touristen groß ist. „Der Anreiz ist durch den Gutschein von 50 Euro gegeben“, meint Paul Ihry und bezeichnet dies als einen klugen Schachzug.

Aktivtourismus im Fokus

Highlights bleiben weiter der Aktivtourismus, wo der Besucher nicht nur von der Natur und den wunderschönen Landschaften profitieren kann, sondern seinen Aufenthalt auch stets mit der Kultur – also beispielsweise der Besichtigung von Burgen und Schlössern – verbinden kann. „Das Fahrradfahren ist für uns ein Riesenthema“, erklärt Paul Ihry. Der „Vëlosummer“ würde hier eindeutig neue Akzente mit sich bringen und auch der Obersauer-Stausee würde weiterhin ein Juwel für den Tourismus im Norden bleiben. Dass man hier bei den Wochenenden auf ein Ticketsystem setze, sei nicht eine Maßnahme, die dazu gedacht sei, die Menschen zu nerven, sondern dazu, damit wir trotz der aktuellen Situation, unsere schönen Strände rund um den Stausee genießen können. Denn wenn sich die Auflagen nicht einhalten ließen, müsste man den Stausee schlicht für die Öffentlichkeit schließen.

Beim ORT Éislek blickt man optimistisch in die Zukunft. So werden die Beschilderung und die Neugestaltung des Wanderwegnetzes der Region überarbeitet. „Wir wollen die Menschen zu den schönen Wanderwegen führen“, erklärt Ihry. Die Beschilderung soll ab Herbst kohärenter werden. Auch im Bereich des Fahrradtourismus möchte man Verbesserungen durchführen. Die Zusammenarbeit im Bereich des Benevolats soll zusätzlich verstärkt werden.

Mehr Informationen finden Sie auf visit-eislek.lu

Mehr zur App

Éislek

Mit der App „Éislek“ kann man sich ganz einfach einen Überblick über das Angebot im Éislek verschaffen. Neben der Möglichkeit, auch die Tickets für den Stausee zu kaufen, kann man sich hier über Wanderwege, Touren und Sehenswürdigkeiten informieren. Dank der vielen Verlinkungen hat man so auch leichten Zugang zu sämtlichen relevanten News und Kontaktdaten. Einzelne Attraktionen lassen sich auch favorisieren, damit sie später leichter wiedergefunden werden können. Apropos leichter finden: Die Karte hilft, spannende Attraktionen in direkter Nähe zu entdecken. Die App bietet außerdem vier Sprachen, Englisch, Deutsch, Französisch und Niederländisch an. Gratis erhältlich für Android- und iOS-Geräte.