LUXEMBURG
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Seit 1995 wird am 23. April der Welttag des Buches begangen – Wo diese Tradition herkommt und welche Ziele sie verfolgt

Seit 1995 wird der Welttag des Buches und der Autorenrechte am 23. April gefeiert. Das haben die Mitglieder der UNESCO, der Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen, beschlossen. Ziel ist es, das Lesen und somit die Bildung insgesamt zu fördern, aber auch aufmerksam zu machen auf die Arbeit und die Lebensumstände der Autoren, deren Kreativität durch diesen Tag gewürdigt werden soll. Als Grund für die Auswahl des 23. Aprils gibt die UNESCO stets an, dass es der Todestag zweier der berühmtesten Dichter der Geschichte ist: William Shakespeare und Miguel Cervantes. Allerdings ist nicht gesichert, wann genau im Jahre 1616 der englische Theaterautor und der Erfinder des Don Quichotte das Zeitliche segneten.

Fakt ist, dass es lange vor 1995 Tage gab, an denen das Buch gefeiert wurde. In Katalonien beispielsweise werden seit den 1930ern am 23. April, dem St Georgs-Tag, Rosen und Bücher verschenkt. A propos Schenken: In Großbritannien, Deutschland, Luxemburg und in zahlreichen anderen Ländern gibt es am Welttag des Buches neben einem reichen Programm an Veranstaltungen kostenlose Schmöker.

Foto: Shutterstock - Lëtzebuerger Journal
Foto: Shutterstock

Wenn Schardscha liest

Die Welthauptstadt des Buches liegt in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Auch das ist Teil der UNESCO-Bemühungen zur Förderung des Lesens: Die UNESCO verleiht gemeinsam mit dem Internationalen Verlegerverband und der Internationalen Bibliothekenvereinigung jedes Jahr einer Stadt den Titel der „Welthauptstadt“ des Buches für das beste Leserförderprogramm.

Im vergangenen Jahr fiel die Wahl auf Athen, nächstes Jahr wird es die malaysische Hauptstadt Kuala Lumpur sein und in diesem Jahr ist es die 1,5 Millionen-Metropole Schardscha in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die drittgrößte Stadt des Landes, die gleich nördlich von Dubai liegt, führt seit Jahren ein Programm für inklusives Lesen durch, das sich besonders an Minderheiten richtet. lj

Mehr: tinyurl.com/AboutSharjah

Foto: Editpress/Jean-Claude Ernst - Lëtzebuerger Journal
Foto: Editpress/Jean-Claude Ernst

Fürs Auge, fürs Ohr und mehr

Die Agenda der Bücherwoche in Luxemburg

„Les cinq sens du livre - Mat alle Sënner liesen“ lautet das Thema der zwölften Auflage der „Journées du Livre et du Droit d’Auteur”, die vom 23. bis zum 28. April in ganz Luxemburg das Buch in den Vordergrund rückt.

Die 21. Auflage des „E Buch am Zuch 2019“ stellt das Thema „Bauen und Wohnen“ in den Fokus. Ab 6.00 am Dienstagmorgen ist die neue Anthologie in den Bahnhöfen von Bettemburg, Ettelbrück, Mersch und Wasserbillig verfügbar. Ab 16.00 wird sie am hauptstädtischen Bahnhof verteilt. In dem Werk werden 61 Texte - 23 in luxemburgischer, 20 in deutscher und 18 in französischer Sprache - von 47 Autoren - 39 Männer und acht Frauen – veröffentlicht

Mersch, 23. April, 19.30

„Literatur fir d’Ouer - Iwwert d’Geschicht vum Lauschterstéck zu Lëtzebuerg“ im Literaturarchiv cNL)

Luxemburg, 23. April bis 4. Mai

Mit allen fünf Sinnen – Ke(c)K! Eine Mitmach-Ausstellung, wo kreative Luxemburgerinnen die Werke von Lou Koster, Albena Vratchanska, Thérèse Glaesener-Hartmann, Simone Decker, Nicole Paulus und Anise Koltz entdecken. Wegen der beschränkten Räumlichkeiten bei Gruppen ab fünf Personen Voranmeldung erwünscht: biblio@cid-fg.lu oder Tel. 24 10 95 – 1

Grevenmacher, 23. und 25. April 14.30 und 15.30

„So mol, Lobo! - Programm ronderëm d’Kanner-buch mam Christiane Kremer“ im „Kulturhuef“

Düdelingen, 27. April, 15.00 bis 19.00

„Touch me - Blind date with books“ im „opderschmelz“, und um 20.00 „Lauschterstéck -  Wou ginn Elteren nuets hin?“ im Ciné Starlight

Düdelingen, 28. April 15.00

Mit Georges Hausemer unterwegs im Südkaukasus. Immer wieder hat der Schriftsteller Georges Hausemer die seit 1991 unabhängige Kaukasusrepublik Georgien besucht. Im „Centre de Documentation sur les Migrations humaines Gare-Usines  de Dudelange“ gibt es Einblick in sein Leben und Werk.

Informationen zu allen weiteren Veranstaltungen im Rahmen der „Journées du Livre et du Droit d’Auteur“ unter www.liesen.lu