Petingen: Erster Auftritt von Patrick Arend (CSV) im Petinger Gemeinderat

Hauptsächlich mit Kauf- und Verkaufsverträgen von Immobilien, der Anpassung von Mieten für gemeindeeigene Wohnungen, Umbesetzungen in beratenden Gemeindekommissionen und in interkommunalen Syndikaten, befasste sich der Petinger Gemeinderat in seiner ersten Sitzung des neuen Jahres.

Antrittsrede des neuen Ratsmitgliedes

Am Sitzungstisch konnte Bürgermeister Pierre Mellina (CSV) seinen Parteikollegen Patrick Arendt begrüßen, der nachdem Camille Bosseler, nach über drei Jahrzehnten Gemeindepolitik im Rahmen der Haushaltsdebatten im Dezember vergangenen Jahres, seinen Rückzug aus der aktiven Politik bekannt gegeben hatte, nachrückte. In seiner Antrittsrede bedankte sich Arendt zuerst bei der Wählerschaft, die ihm ihr Vertrauen bei den letzten Kommunalwahlen ausgesprochen hatte, dann auch seinem Vorgänger. Besonders Bosselers soziales Engagement wolle er weiter verfolgen und ein offenes Ohr für die Anliegen aller Bürger aus der Gemeinde haben, egal zu welcher politischen Farbe sie tendieren.

Wechsel in den Syndikaten

Auf Grund seines Ausscheidens aus dem Gemeinderat, wird Bosseler im interkommunalen Bussyndikat TICE durch Patrick Arendt und im Naturschutzsyndikat Sicona durch Carlo Gira (CSV) - hier gab es zwei Gegenstimmen - ersetzt.

Zuvor hatte Romain Becker („déi gréng“) bedauerte, dass die Gemeinderäte nicht schriftlich über diese zwei Neubesetzungen informiert wurden und es ihnen somit nicht möglich gewesen sei, ebenfalls ihre Kandidaturen einzureichen. Dieser Punkt habe auf der Tagesordnung der Sitzung gestanden und jeder hätte sich der Wahl stellen können, entgegnete Bürgermeister Mellina.

Schöner Park oder teure Immobilie?

Wenn die frühere Waxweiler Mühle am Ortseingang von Petingen in der Zwischenzeit in ein wahres Schmuckstück umgewandelt wurde, so kann man das nicht vom Umfeld behaupten.

Um das Projekt „Centre Wax“ fertig zu stellen und gleichzeitig das Umfeld zu verschönern, erwirbt die Gemeinde von der Familie Waxweiler ein Wohnhaus mit einem Grundstück von einer 8,11 Ar Größe, zum Preis von 850.000 Euro. Wenn das Wohnhaus abgetragen wird, entsteht dort, neben zwölf Parkplätzen, ein kleiner Park.

Bei dem Projekt, das noch ausgearbeitet wird, soll das Wasser im Mittelpunkt stehen, wie Kulturschöffe Roland Breyer (CSV) erklärte.

LSAP-Rat Norbert Pierre begrüßte die Idee und sprach von einer Visitenkarte für die Stadt Petingen, Romain Scheuren („déi gréng“) störte vor allem der hohe Kaufpreis für das Gelände, hinzu kämen noch zusätzlich Abrisskosten.

Gemeinde kauft Tiefgaragenplätze

Die Gemeinde erwirbt ebenfalls 31 Stellplätze inklusiv eines Überwachungssystems in einem Gebäude, das in der Rue Dr Gaasch in Rodange errichtet wird. Der Kaufpreis beträgt 796.490 Euro. Damit wolle die Gemeinde die Parkplätze, die durch die Umgestaltung zu „Shared Space“ im Ortskern wegfallen, kompensieren, lautete die Erklärung von Roland Breyer.

Die beiden Projekte wurden, bei Gegenstimmen der beiden Vertreter von „déi gréng“, angenommen.

Eine „Cent-Buttek“ für Lamadelaine

In der Grand-rue, im Dorfkern von Lamadelaine, mietet die Gemeindeverwaltung ein ehemaliges Geschäftslokal, in dem ein Sozialladen, eine „Cent-Buttek“, eingerichtet werden soll. Ähnliche Läden gibt es bereits in Bettemburg (für die Gemeinden Bettemburg und Frisingen) und in Beggen (für die Gemeinden Luxemburg-Stadt und Walferdingen). Der Betreiber wird auch hier die „Cent Buttek asbl“ sein. Die Monatsmiete inklusiv Nebenkosten beläuft sich auf 1.700 Euro.

Ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht

Das Projekt sei vom Sozialamt begrüßt worden und werde dem Gemeinderat in seinem vollen Umfang in einer der kommenden Sitzungen vorgestellt werden, hieß es seitens des Schöffenrates. Das Geschäft soll zwei bis drei Mal wöchentlich geöffnet sein. Dafür werden allerdings 30 bis 40 ehrenamtliche Mitarbeiter gebraucht.