LUXEMBURG
PASCAL RICQUIER

Am 12. Juli 2019 kam es zwischen dem Ministerium für innere Sicherheit und den Polizeigewerkschaften SNPGL, ACSP, APUC, APPJ, SPCPG zu einer Einigung in Verhandlungen zum Aufstellen eines umfassenden Rekrutierungsplan. So sollen zwischen 2020 und 2022, also innerhalb von drei Jahren, 607 Kaderbeamte und 240 Zivilisten bei der luxemburgischen Polizei rekrutiert werden. Für das kommende Haushaltsjahr 2020 seien bereits sieben A1-, 140 B1-, 60 C-Planstellen sowie 80 für Zivilisten vorgesehen worden, Aspekte, die von der Polizeigewerkschaft SNPGL mit ihrem Präsidenten Pascal Ricquier ausdrücklich begrüßt werden.

„Die Sonderrekrutierung der 607 in Aussicht gestellten Polizeikaderstellen, ebenso wie die 240 Anstellungen im Zivilkader, zusätzlich zu den im ‚numerus clausus‘ bereits vorgesehenen Stellen für die ‚normalen‘ Abgänge, versteht unsere Gewerkschaft, deren letzten Berechnungen nach die Personalstärke 1.130 Stellen unter Optimum liege, als Schritt in die richtige Richtung, um dem Personalmangel bei der Polizei mittelfristig Herr zu werden.

So soll ja ferner, um den Erfolg dieser Sonderrekrutierungsphase zu gewährleisten, auch in den kommenden Jahren durch gezielte Werbekampagnen das Augenmerk auf die verschiedenen Berufsbilder und Karrieren der Polizei gerichtet werden.

Das Eingeständnis des Ministers, die Rekrutierungsphase, falls nötig, um ein weiteres Jahr zu verlängern, zeigt auch, dass dieser die Sorgen der Personalvertreter versteht.

Eine solch massive Rekrutierung stellt unweigerlich eine Herausforderung an die Ausbildung dar, der man aber resolut entgegentreten muss.

Um eine ordentliche Basisausbildung, den Grundstein für die ganze Laufbahn der angehenden Polizisten gewährleisten zu können, bedarf es einer adäquaten - wenn auch vorerst provisorischen - Infrastruktur und einer Verdopplung der Zahl der Ausbilder. Unsere Gewerkschaft versichert,  nach Kräften zu helfen, um diese Phase erfolgreich zum Abschluss zu bringen.“