CLAUDE KARGER

So, so, nicht der Genosse mit dem Rolls ist also der „reichste“ Minister, sondern Romain Schneider, wie wir aus dem „T“ erfahren. Denn „Gesundheit seiner Mitbürger und Rentenvorsorge sind sein Ding“ und es braucht natürlich ordentlich Zaster - über drei Milliarden Euro jährlich - um darüber zu wachen. Nicht ausgeschlossen, dass der Wiltzer Wonneproppen, der dem „Journal“ mal verriet, dass er ganz viel Milch trinke, „zumal Buttermilch, die ist schrecklich gesund“ seinen Ministerkollegen dann und wann mal rät, sich ordentlich zu verpflegen. In diesem Sinne dürfte ihn leicht geschaudert haben, dass der Premier dieser Tage vor internationalen Kameras für einen mega-süßen Brotaufstrich warb. „Bettel nach Nutella-Konsum: „Mir geht es gut““, titelte gestern das „Wesentliche“-online, als ob der Mann nur um Haaresbreite dem Zuckerteufel von der Schippe gesprungen sei. Tatsächlich benötigt man in seinem nervenzehrenden Job reichlich Energie und darf nicht ins „Elf-Uhr-Loch“ fallen. Ziemlich erschöpft gab sich gestern jedenfalls ein Petinger Lokalpolitiker - Facebook-Status: „Left Job at Alternativ Demokratesch Reformpartei“ - nach einigen schlaflosen Nächten. Doch schon plant er eine „echte konservative Partei“. So ein Parteidings verschlingt zwar ganz schön viel Energie. Zuviel braune Paste futtern sollte man aber trotzdem nicht.