LUXEMBURG
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Vierte Ausgabe des „TalentLAB“ bringt Dialog und Risiko zurück auf die Bühnenbretter

Vom 29. Mai bis zum 9. Juni kann einmal mehr alles Neues am und rund um das Theater entdeckt werden; das „TalentLAB“ geht in seine vierte Ausgabe und bietet erneut die Chance auf Austausch zwischen (jungen Nachwuchs-)Künstlern, Publikum und Experten aus der Theater- und Bühnenwelt.

„Das TalentLAB hat mir einen neuen Stil ermöglicht, den ich zuvor noch nie ausprobiert habe“, meint der Künstler Thierry Mousset etwa dazu.

Er nahm an der Ausgabe 2016 teil. „Ich konnte experimentieren, spielen, Risiken wagen - und scheitern!“ Bei der Mischung aus Festival und Bühnenexperiment-Workshop werden es ihm in diesem Jahr einmal mehr Künstler und Kunstschaffende mit ihren Projekten gleich tun.

Aus 32 werden fünf

32 Bewerbungen sind demnach für die diesjährige Ausgabe eingegangen. Zurück behalten wurden von der neunköpfigen Jury, die aus Experten der Theater-, Tanz- und Opernszene besteht, fünf Projekte, die wild experimentieren und ihr Projekt verwirklichen können - unter dem wachsamen Auge der Experten, versteht sich.

Am Ende wird es dann eine Chance zum Auftritt vor Publikum geben; ausgewählt wurden die Projekte von Claire Pasquier („Le Furieux“), Yotam Peled („ALPHA“), Godefroy Gordet („Là où en sont nos vies“), Lewis Major („Body is what Remains“) und Frieda Gerson („PARASITE“).

Gleichzeitig wird es Rundtischgespräche geben, in dieser Ausgabe dreht sich alles um das Leitmotiv der Forschung. „Können die darstellenden Künste eine Synergie mit der wissenschaftlichen und universitären Forschung eingehen“, fragte Tom Leick-Burns, Direktor der hauptstädtischen Theater, hierzu. Ein direkter Kontakt, auch mit dem Publikum, ist demnach vorprogrammiert.

Neu dabei in der diesjährigen Ausgabe ist das „MicroLAB“, das einer kleinen Gruppe von Künstlern während fünf Tagen die Möglichkeit bietet, eine experimentelle Entdeckungsarbeit durchzuführen; diese soll im Rahmen des Rundtischgesprächs am 5. Juni aufgeführt werden.

„Ganz im Sinne des Festivals ist natürlich auch ein reger Austausch mit den Teilnehmern des ,TalentLAB‘ geplant“, meinte Leick-Burns.

Das Programm der diesjährigen Ausgabe mit seinen Workshops und Masterclasses sowie seinen Aufführungen wurde am gestrigen Donnerstag im Kapuzinertheater der Stadt Luxemburg gemeinsam mit Bürgermeisterin Lydie Polfer und den Vertretern der Theater- und Choreographieverbände vorgestellt.

Seit seiner ersten Ausgabe 2016 bietet das „TalentLAB“ über seine zehn Tage eine reiche Auswahl an Workshops, Ausbildungskurse mit Experten vom Fach, Rundtischgesprächen und reichlich Spektakel, um in das spannende Universum zeitgenössischer Kunst einzutauchen. Der berühmte Blick hinter die Kulissen ist hier - wortwörtlich - möglich. Seit dem Start sind so fast 99 Kandidaturen für Projekte eingereicht worden, 266 Künstler aus 13 Ländern traten auf - ein Erfolgsrezept, wie die Organisatoren versicherten.

Informationen zum genauen Programm und zu den beteiligten Künstlern unter tinyurl.com/TalentLAB19