LUXEMBURG
SIMONE MOLITOR

50 Aussteller bei „Luxembourg Art Week“ - Kandidaturen für „Salon du CAL“ bis 24. August

So international war die „Luxembourg Art Week“ bislang noch nie, trotzdem behält die Luxemburger Kunstszene auch bei der diesjährigen Auflage im Herbst ihren festen Platz. 50 Aussteller aus sieben Ländern - 32 etablierte Galerien in der Sektion „Positions“ und 18 aufstrebende, junge Galerien und Künstlervereinigungen in der Sektion „Take off“ - teilen sich vom 9. bis 11. November die 2.300 m² große Ausstellungsfläche in der Victor Hugo-Halle. 18 neue Aussteller von internationalem Renommee sind mit von der Partie.

„Kunstszene zusammenbringen“

„Der ,Art Week‘ geht es nicht um Geld, sondern darum, die Kunstszene zusammenzubringen und Synergien zu schaffen, was bei den vergangenen Auflagen bereits ganz gut gelungen ist. Die Organisatoren wollen aus dieser Kunstmesse keine zweite ,Art Basel‘ oder dergleichen machen, vielmehr lautet das Motto nach wie vor: klein, aber fein“, sagte Kulturstaatssekretär Guy Arendt gestern bei der Vorstellung der vierten Auflage.

Rund 12.000 Besucher konnten im vergangenen Jahr verzeichnet werden, als die Kunstmesse neu strukturiert wurde. „Kürzer, aber intensiver“ sei sie gewesen, bemerkte Messedirektor Alex Reding. Auch dieses Jahr gibt es eine Änderung: Erstmals wählte ein Auswahlkomitee, dem renommierte Galeristen, Sammler und Kenner angehören, die Aussteller und Galerien aus. „Es sind sehr viele Kandidaturen bei uns eingegangen, besonders im Bereich ‚Take off‘“, erklärte Reding. Mehr als 50 Galerien und Künstlervereinigung hätte man aus Platzgründen nicht zurückbehalten können.

Konferenzzyklen

Ein weiterer Schwerpunkt der diesjährigen Kunstmesse auf Limpertsberg sind zwei Konferenzzyklen. Im Rahmen der „Art Talks“, organisiert vom Casino Luxembourg in Zusammenarbeit mit dem Magazin DADADA, werden für die luxemburgische Kunstszene relevante Themen aufgegriffen, während in den von Christian Mosar animierten Konferenzen von Radio 100,7 unter anderem Enrico Lunghi, Suzanne Cotter und Georgina Georgina Adam ihre Ansichten über die Welt der Kunst mit dem Publikum teilen werden.

Was das Finanzielle anbelangt, so wird die „Art Week“ mit 200.000 Euro vom Kulturministerium unterstützt, womit ein Viertel der Kosten gedeckt sei. Diesem Viertel sei es dann auch zu verdanken, dass der Eintritt weiterhin kostenlos sein könne, sagte Reding.

Die Hälfte der Finanzierung wird nämlich von den Sponsoren getragen und die andere Hälfte kommt durch die Aussteller in die Kasse. Dabei seien die Kosten für einen Stand im Vergleich zu anderen Messen relativ gering: 100 Euro/m² im „Take off“ und 200 Euro/m² im Messebereich „Positions“. Glücklich über die im Dezember in der Luxexpo stattfindende „Luxembourg Art Fair“ ist Reding indes immer noch nicht, wie er unmissverständlich zu verstehen gab. „Ich hatte die Hoffnung, dass es sie nicht mehr geben würde, aber sie ist noch immer da, was zu einer gewissen Verwirrung führt“, stellte er fest.

„Salon du CAL“ im Tramsschapp

Seit letztem Jahr findet zeitgleich auch der „Salon du Cercle Artistique du Luxembourg“ (CAL) ein paar hundert Meter weiter entfernt im Tramsschapp statt, dies vom 9. bis 15. November. 1.000 m² Ausstellungsfläche stehen zur Verfügung. Jeder in Luxemburg wohnhafte Künstler kann bei Interesse noch bis zum 24. August seine Kandidatur einreichen, über die dann eine Jury entscheidet. Im letzten Jahr hatten sich über 130 Künstler gemeldet, von denen schließlich 42 zurückbehalten wurden. Im Rahmen des „Salon du CAL 2018“ wird wiederum der „Prix du Grand-Duc Adolphe“ für das beste Werk eine CAL-Mitglieds verliehen.

Wie CAL-Präsident Marc Hostert gestern hervorhob, wird in diesem Jahr noch gezielter auf die Sensibilisierung der Jugend gesetzt, indem man Besichtigungen für Schulklassen organisiere. Besonders fruchtbar sei in diesem Kontext die Zusammenarbeit mit der „Association des professeurs d’éducation artistique“. Ziel sei es, die Kunstwelt mit der Jugend und insbesondere möglichen Nachwuchskünstlern in Berührung zu bringen.

Weitere Infos unter www.cal.lu und www.luxembourgartweek.lu