ESCH-ALZETTE
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Erster Parkinson-Tag im CHEM Esch-Alzette

Im Rahmen des Monats der Sensibilisierung für die Parkinson-Krankheit organisiert das Escher „Centre Hospitalier Emile Mayrsich“ (CHEM) in Zusammenarbeit mit dem „National Centre of Excellence in Research on Parkinson’s Disease“ (NCER-PD) seinen ersten Parkinson-Tag. Medizinische Fachkräfte und Forscher informieren über Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Fortschritte in der Forschung.

Der demografische Wandel in den westlichen Industrieländern lässt einen zunehmend stärkeren Anstieg der Parkinson-Erkrankungen voraussagen. Die Krankheit, die meist ab dem 65. Lebensjahr auftritt, gilt heute als zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Schätzungen zufolge sind in Luxemburg 1.000 Menschen und weltweit zwischen sieben und zehn Millionen Menschen von ihr betroffen. Diese Zahl wird in den nächsten Jahren angesichts der steigenden Lebenserwartung voraussichtlich deutlich zunehmen.

Information, Sensibilisierung und Förderung der Forschung

Am Dienstag, 25. April, lädt das CHEM zum ersten Mal gemeinsam mit dem NCER-PD zu seinem ersten Parkinson-Tag ein. Von 9.00 bis 16.00 werden Experten des NCER-PD und Dr. Alex Bisdorff, Neurologe am CHEM, in der Eingangshalle Besucher begrüßen, die sich über die Krankheit, ihre Behandlung und den Fortschritt der Forschung informieren möchten. Die Spezialisten werden zudem Geschicklichkeits-, Seh- und Geruchstests anbieten. Ein „Parkinson-Anzug“ bietet den Besuchern die Möglichkeit, sich in einen Parkinson-Kranken hineinzuversetzen.

Außerdem soll mit dem Tag eine laufende Forschungsstudie unterstützt werden, die das Verständnis der Parkinson-Krankheit und damit auch die Früherkennung sowie die Behandlungsmöglichkeiten für diese bis heute unheilbare Krankheit verbessern soll. Ein Kernaspekt des 2015 gestarteten Forschungsprojekts ist es, nicht nur Patienten aus Luxemburg und der Großregion zu gewinnen, die von der klassischen Form der Parkinson-Krankheit betroffen sind, sondern auch Patienten, die an seltenen oder atypischen Formen leiden sowie eine etwa genauso große Gruppe gesunder Kontrollpersonen. Für den Erfolg der Studie ist eine Beteiligung von 800 Patienten erforderlich. Zudem werden 800 Freiwillige untersucht, die nicht von der Krankheit betroffen sind. Sie dienen als Kontrollgruppe in der Studie.

Weitere Informationen sind auf der Website www.parkinson.lu oder telefonisch unter 4411 4848 erhältlich. Interessierte, die an der Studie teilnehmen möchten, können sich am 25. April am Stand anmelden.