LUXEMBURG
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Luxemburger halten sich bei Restaurantbesuchen zurück, trinken aber gerne

Im Jahr 2017 gaben die Haushalte in der Europäischen Union rund 8,8 Prozent ihrer gesamten Konsumausgaben für die Genusssparte „Restaurants und Hotels“ aus. Dies entspricht einem Gesamtvolumen von fast 740 Milliarden Euro, was 4,8 Prozent des BIP der EU oder 1.400 Euro pro EU-Bürger ausmacht. In der EU war der Anteil der Haushaltsausgaben für „Restaurants und Hotels“ 2017 in Malta (20,2 Prozent), Zypern (17,5 Prozent) und Spanien (16,8 Prozent) vor Griechenland (15,4 Prozent) und Irland (14,8 Prozent) am höchsten. Am anderen Ende der Skala gaben Rumänien (3,1 Prozent), Polen (3,6 Prozent ) und Litauen (3,7 Prozent) den geringsten Anteil ihrer Haushaltsausgaben für „Restaurants und Hotels“ aus. Luxemburg liegt hierbei mit etwas über sieben Prozent unter dem EZ-Durchschnitt. Zwischen 2007 und 2017 stieg der Anteil der „Restaurants und Hotels“ an den gesamten Haushaltsausgaben in den meisten Mitgliedstaaten.

Insbesondere Malta (von 15,5 Prozent der gesamten Haushaltsausgaben im Jahr 2007 auf 20,2 Prozent im Jahr 2017 oder einem Anstieg um 4,7 Prozentpunkte) vor Ungarn (+2,8 Prozentpunkte) und Zypern (+2,7 Prozentpunkte) verzeichneten den höchsten Anstieg in diesem zehnjährigen Zeitraum. Dagegen sank der Anteil in Rumänien (von 5,0 Prozent im Jahr 2007 auf 3,1 Prozent im Jahr 2017), gefolgt von der Slowakei (-0,6 Prozentpunkte) und Finnland (-0,1 Prozentpunkte), während er in Spanien stabil blieb.

300 Euro für Alkohol

Im Jahr 2017 gaben die Haushalte der EU ferner 1,6 Prozent ihrer gesamten Konsumausgaben für alkoholische Getränke aus. Dies entspricht einem Gesamtvolumen von über 130 Milliarden Euro, was 0,9 Prozent des BIP der EU oder über 300 Euro pro EU-Bürger entspricht (hier nicht eingeschlossen die alkoholischen Getränke, die in Restaurants und Hotels konsumiert werden).

Die baltischen EU-Mitgliedstaaten geben den höchsten Anteil der Haushaltsausgaben für Alkohol aus, Spanien gibt am wenigsten aus, Estland (5,2 Prozent), Lettland (4,9 Prozent) und Litauen (4,0 Prozent . Es folgen Polen (3,5 Prozent , Tschechien (3,3 Prozent), Ungarn (3,0 Prozent) und Finnland (2,8 Prozent). Luxemburg wird hier mit 2,5 Prozent geführt. Das Gläschen Wein erfreut auch Vater Staat, denn nicht zu verachten sind hier die Steuereinnahmen, die der Alkohol dem Fiskus einbringt.

Fiskus freut sich: 37,45 Millionen Euroan Steuern durch Alkoholkonsum

Alkoholische Getränke werden in Luxemburg in vier Kategorien unterteilt, nämlich Bier, Wein, sogenannte „alkoholhaltige Zwischenprodukte“ und Spirituosen über 22 Prozent. Eine Sondersteuer wird bekannterweise auf „Alkopops“ erhoben, also Getränke wie Limonade, Bier, Wein mit einem Alkoholgehalt von weniger als oder gleich zehn Prozent , denen Ethylalkohol zugesetzt wird. Im Jahr 1993 wurde die Verbrauchsteuer auf eingeführte Weine und Schaumweine abgeschafft.

Wie den offiziellen Statistiken zu entnehmen ist, wurden 2017 alleine rund 2,75 Millionen Euro durch importiertes Bier eingenommen, 1,17 Millionen durch heimisches Bier. Durch „ausländischen Alkohol“ wurden 10,16 Millionen Euro in die Kassen des Staates gespült, im Jahr 2000 waren es nur 5,30 (2005: 5,87; 2010: 5,52).

Durch einheimischen Alkohol kam der Staat 2017 zu 0,05 Millionen Euro. Das Steueraufkommen durch den Konsum lag 2017 bei 37,45 Millionen Euro (2000: 19,79; 2005: 21,89; 2010: 20,40).