HEFFINGEN
NORA SCHLEICH

Eine junge Grafikerin machte sich nach dem Studienabbruch selbständig

In ihrem stilvollen Studio in Heffingen empfängt uns Lynn Weydert (28). Die junge Unternehmerin hat es geschafft, ihre eigenes Grafik Design Studio auf die Beine zu stellen. Im Gespräch verrät sie, wie sie ihre Idee verwirklicht hat und gibt uns Einblicke in ihren Job.

Was ist GR-INK?

Lynn Weydert GR-INK ist ein Grafikdesign-Studio, das ich 2010 gegründet habe und das sich momentan in Heffingen in einer renovierten, ehemaligen Scheune befindet. Das Studio konzentriert sich vor allem auf Corporate, Web und Print. Dazu gehört das Gestalten von Firmenidentitäten, einzelne Logos, Drucksachen, bis hin zu dem, das online bereitgestellt werden kann, wie zum Beispiel Webseiten. Individuell gesehen hat GR-INK schon seine eigene Stilrichtung. Ich nenne diese meistens nüchtern, denn ich versuche immer das Klare und Ästhetische in den Vordergrund zu stellen. Etwa 90 Prozent der Arbeit übernehme ich selbst. Feste Mitarbeiter habe ich keine, sondern arbeite gerne mit freien Illustratoren und auch Grafikern, Studenten oder Firmen anderer Branchen wie zum Beispiel Web-Developpern zusammen.

Warum haben Sie sich selbständig gemacht?

Weydert Während der Anfänge meines Grafikdesign-Studiums in Florenz musste ich feststellen, dass dies meinen Vorstellungen nicht gerecht wurde. Ich habe das Studium nach sechs Monaten abgebrochen und bin nach Hause zurückgekommen. Dann habe ich beschlossen, mich selbstständig zu machen. Angefangen hat es mit meinem Laptop in meinem Zimmer. Als die Aufträge zahlreicher und größer wurden, bin ich in ein größeres Studio umgezogen, was ich nun seit vier Jahren „GR-INK-Home“ nenne. Welches sind Ihre größten Herausforderungen?

Weydert Ich denke, die Herausforderungen waren in den ersten zwei bis drei Jahren am größten. Jetzt habe ich mehr Routine. Dazu muss ich sagen, dass ich momentan das Corporate Design der „Luxembourg Design Awards 2017“ entwickeln darf, eine wesentlich größere Herausforderung als sonst, da es hier darum geht, für Design zu entwerfen.

Wie laufen die Aufträge ab?

Weydert Es gibt eigentlich drei zentrale Aufgabenbereiche: Der Kontakt mit dem Kunden, das artistische Gestalten und die interne Organisation. Die Kunden melden sich zunächst bei mir, woraufhin ich gerne ein Gespräch mit der oder den betreffenden Personen führe. Dieser direkte, erste Kontakt ist für mich sehr wichtig. Zum einen, um eine gute Kommunikation aufzubauen, und zum anderen, weil meist genau dann die ersten Ideen entstehen, welche die Richtung des Projektstils definieren. Potentielle Kunden sind in der Regel Firmen, Vereine oder Privatkunden aus allen Bereichen, die offen sind für zeitgenössisches Design.

Wie machen Sie auf sich aufmerksam?

Weydert Ein Teil der GR-INK’s Arbeiten sind online zu sehen, sei es auf der Webseite oder auch auf Facebook, Twitter und Instagram. Werbung im eigentlichen Sinne habe ich bis jetzt nur sehr wenig gemacht.

Was gefällt Ihnen am besten an ihrer Arbeit?

Weydert Die meiste Freude liegt immer noch im Kreieren selbst, zum Beispiel in der Kreation von verschiedenen Stimmungen. Außerdem erlaubt dieser Beruf einem Einblicke in viele diverse Berufungen, Ideen und Visionen unterschiedlicher Personen, was einen selbst natürlich bereichert. Indem man sich jeweils mit diesen Konzepten auseinandersetzt, um dessen Kern zu verstehen, kann man nachher das ideale Spiegelbild designen.


www.gr-ink.eu