LUXEMBURG
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Jahresversammlung in Luxemburg: „Asian Infrastructure Investment Bank“ dehnt Einfluss aus

Die „Asian Infrastructure Investment Bank“ (AIIB) hat nunmehr 100 Mitglieder. Mit dem Beitritt von Benin, Djibuti und Ruanda bei der diesjährigen Jahrestagung in Luxemburg – die erste übrigens außerhalb Asiens – vertritt die 2016 gegründete Finanzinstitution nun 78 Prozent der Weltbevölkerung und 63 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts.

Luxemburg gehört zu den 57 Gründungsmitgliedern der multilateralen Entwicklungsbank mit Sitz in Peking, deren Ziel es ist, Geld für fehlende Infrastrukturen zu mobilisieren.

Afrika hat laut der Afrikanischen Entwicklungsbank einen Bedarf von 130 bis 170 Milliarden Dollar für Infrastrukturinvestitionen. Die AIIB und die Afrikanische Entwicklungsbank haben bereits im April 2018 ein „Memorandum of Understanding“ abgeschlossen, um Entwicklungs- und Kofinanzierungsprogramme für diese Investitionen aufzulegen. Die drei erwähnten Länder sind erst Vollmitglied, wenn sie die notwendigen AIIB-Prozesse zuhause gewährleisten können und ihren ersten Beitrag zum Kapital der Bank geleistet haben.

Die AIIB hat bislang 46 Finanzierungsprojekte in 18 Mitgliedstaaten begleitet und mit 8,5 Milliarden Dollar unterstützt. Sie reichen von einer Slum-Sanierung in Indonesien bis zu einer neuen Gaspipeline zwischen Aserbaidschan und Südeuropa.

Die Jahresversammlung 2020 findet in Peking statt. In Luxemburg war die Jahresversammlung 2019 am Freitag im Beisein von Großherzog Henri feierlich in der Philharmonie eröffnet worden. Rund 1.500 Teilnehmer wohnten der Versammlung am Freitag und Samstag bei, deren Programm auch gespickt war mit einer Menge von Fachkonferenzen und Panels. Zu den zentralen Themen gehörten nachhaltige Investitionen gegen den Klimawandel und die Digitalisierung.