LUXEMBURG
CB

„letzebuergerliewen.lu“ bietet zehn Anregungen für Schulaktivitäten in der ersten Woche des luxemburgischen Kulturerbes (11. bis 14. Juni)

Für die erste luxemburgische Kulturerbe-Woche in den öffentlichen Schulen können Lehrkräfte auf eine Palette an pädagogischen Werkzeugen zurückgreifen, die auf der Webseite letzebuergerliewen.lu gesammelt zu finden sind. Luxemburg zu erleben beziehungsweise zu leben lautet gleichzeitig das Motto dieser Woche mit dem Ziel, das kulturelle Leben, Traditionen wie das vielseitige Kulturerbe des Landes kennenzulernen. „Es geht uns darum, dass jeder, der hier aufwächst, Luxemburg gut kennt“, meinte gestern Bildungsminister Claude Meisch (DP). Das sei nicht zuletzt im Interesse der gesellschaftlichen Kohäsion. Das vielfältige Kulturerbe des Landes soll so in der kommenden Woche in den Unterricht einziehen, die Klassen aber auch dazu eingeladen werden, Ausflüge zu organisieren.

Zwei Schwerpunktthemen in diesem Jahr

In diesem Jahr gibt es zwei Schwerpunktthemen. Zum einen das Leben des verstorbenen Großherzogs Jean, das in einer Infografik aufgearbeitet wurde und eine Gelegenheit sein kann, auf geschichtliche Ereignisse eines ganzen Jahrhunderts einzugehen. Zweitens das Leben des Hl. Willibrord sowie die Echternacher Springprozession, die seit 2010 zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe gehört. In Jahren wie diesem, in denen der Pfingstdienstag außerhalb der Ferien liegt, findet die Woche des Kulturerbes auch in dieser (also kommende) Woche statt. Schulklassen können demnach an der Springprozession teilnehmen. Wenn einzelne Schüler in Echternach mitspringen wollen, können sie sich dafür schriftlich entschuldigen lassen. Die Abwesenheit vom Unterricht wird dann als entschuldigt im Klassenbuch eingetragen.

Das Portal letzebuergerliewen.lu bietet zehn Anregungen für Aktivitäten im Rahmen der Aktionswoche, wie der beim SCRIPT für die Koordinierung des Projekts zuständige Luc Belling erklärte. Die Webseite Kulturgeschicht.lu wird etwa um zwei Kapitel - die luxemburgische Kulturpolitik im 20. Jahrhundert und die Springprozession - erweitert. An ein eher jüngeres Publikum richtet sich mimamu.lu (Mir maache Musek). In Zusammenarbeit zwischen SCRIPT und dem europäischen Institut für Chorgesang INECC entstanden, findet sich dort beispielsweise traditionelles Liedergut. Informationen zum Wettbewerb „Sang däi Patrimoine“ sind ebenfalls auf der genannten Webseite zu finden. Unter forumpapers.lu finden Interessierte eine Auswahl von Texten, die zum überwiegenden Teil der Monatszeitschrift „forum“ entstammen und hier für den Unterricht aufbereitet wurden. Ausgebaut wurde die Plattform Lucilin, die ein interaktives Abenteuer durch das Großherzogtum verspricht und allgemeine Informationen zur Geografie, Geschichte, Natur, Bräuchen oder Kultur vermittelt. Verschiedene Museen des Landes aber auch beispielsweise der Naturpark Obersauer, die Schlösser von Befort oder der Minett Park bereiten sich zudem auf Besuche von Schulklassen vor.


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