LUXEMBURG
SIMONE MOLITOR

Das Festival kehrt größer und abwechslungsreicher denn je zurück

Staubiges Ackerland und grüne Wiesen so weit das Auge reicht. Kaum zu glauben, dass in weniger als zwei Monaten hier vier Bühnen stehen sollen, auf denen 80 Shows geboten werden. Nach zwei Jahren Zwangspause kehrt das „Food For Your Senses“ (FFYS) am ersten Augustwochenende (vom 4. bis 6. August) zurück: größer und abwechslungsreicher denn je. 360 Musiker, Künstler und Performer sind mit von der Partie.

Dienstagmorgen gaben die Organisatoren auf dem Festivalgelände am Boulevard Pierre Frieden auf Kirchberg, wo einst die legendären Rolling Stones auftraten, weitere Details bekannt.

Noch ist von Festivalfeeling nicht viel spürbar, die Vorfreude wurde aber definitiv geweckt. Alleine der Blick auf den provisorischen Plan des Festivalgeländes dürfte die Herzen der Food-Fans höher schlagen lassen. Diesmal wird nämlich noch mehr geboten, nicht nur in musikalischer Hinsicht, sondern auch was das übrige Programm anbelangt. Das FFYS nennt sich nicht umsonst „Music & Art Festival“. Das 40-köpfige FFYS-Team hat momentan alle Hände voll zu tun, um die diesjährige Auflage auf dem neuen „Site“ Form annehmen zu lassen. Am Festivalwochenende selbst werden 140 ehrenamtliche FFYS-Mitarbeiter im Einsatz sein.

Authentisch, abwechslungsreich, naturnah

Jedes Wochenende wird gewerkelt und mit „full power“ an den diversen Projekten gearbeitet, wie Luka Heindrichs, Präsident der „Food For Your Senses asbl“, erklärte. Alle Leute von damals seien wieder mit dabei. „Das Festival, mit all seinen Rückschlägen, lebt eigentlich noch immer vom Spirit dieser Leute, die hier aus Spaß und Ideal so Gas geben“, bemerkte er nicht ohne Stolz. „Uns ist es von Anfang an darum gegangen, ein Festival zu organisieren, das wir selbst gerne besuchen würden: authentisch, abwechslungsreich, draußen in der Natur auf einem verwinkelten Gelände, wo man viel Unerwartetes entdeckt“, beschrieb er.

Musikalische Abwechslung - das Spektrum reicht von Rock und Pop über Metal und Hip-Hop bis hin zu Jazz und House - wird auf vier verschiedenen Bühnen geboten. Auf der Main Stage stehen unter anderem die Headliner Annenmaykantereit aus Deutschland, De Läb und Orchästra aus Luxemburg sowie Goat aus Schweden. Acts aus dem In- und Ausland, junge und bereits etablierte Bands, konnten verpflichtet werden. „Es geht uns um eine gute Mischung“, unterstrich Rita Rommerskirchen.

FFYS bis 2021 gesichert

Auch der „Art“-Bereich wird bei dieser zehnten Auflage deutlich ausgebaut, was nicht zuletzt der Größe des Festivalgeländes und den damit verbundenen neuen Möglichkeiten zu verdanken ist. Nachdem das frühere Areal in Bissen nicht mehr zur Verfügung stand, musste das FFYS bekanntlich zwei Jahre aussetzen, bevor schließlich ein neuer passender Standort gefunden werden konnte. Eigentümer des Grundstücks ist der „Fonds Kirchberg“, dem es laut Heindrichs darum geht, das Viertel zu bereichern und zu beleben. Bis 2021, so wurde es in einer Konvention festgehalten, darf das Gelände für das Festival genutzt, wo das FFYS-Team zudem sein Headquarter einrichtet. In der „Containercité“ sollen künftig das ganze Jahr über diverse Workshops organisiert werden.

Neben einer Expo, an der acht Künstlerpaare - etablierte Künstler mit „Newcomern“ - beteiligt sind, arbeiten mehrere plastische Künstler und Architekten momentan an diversen Installationen, die das Festivalgelände kunstvoll bereichern, teils aber auch praktischer Natur sind. Sitzgelegenheiten, Tresen, Sonnenschutz, ein Dancefloor inmitten der Bäume… Hinzu kommen diverse Workshops, ein Kids Corner, interaktives Theater, Talkrunden, Slams, Zirkus- und Comedyshows, ein großes kulinarisches Angebot sowie reichlich Platz zum Chillen. Sogar ein Garten wird angelegt. Noch dazu sind sechs Osteopathen vor Ort, die sicherlich alle Hände voll zu tun haben werden, immerhin rechnen die Organisatoren mit 5.000 bis 7.000 Besuchern pro Tag. 

FOOD FOR YOUR SENSES 2017

Praktische Informationen

Welche Band an welchem der drei Tage spielt, wird erst am 3. Juli bekanntgegeben. Dann kommen auch die Tagestickets in den Vorverkauf (32 Euro plus Vorverkaufsgebühren). Bislang kann man nur den Festivalpass für alle drei Tage (75 Euro plus Vorverkaufsgebühren) kaufen. An der Festivalkasse kosten die Eintrittskarten dann 40 Euro pro Tag. Freitags und samstags werden Spezialzüge eingesetzt, die nach dem Festival in den Norden und den Süden fahren. 20 Late Night-Busse steuern 150 Ortschaften an. Natürlich wird auch wieder ein Campingplatz eingerichtet. Die Buslinie 18 hält direkt vor dem Eingangsbereich. Weitere Informationen, das komplette Line-up sowie Tickets unter:
http://www.ffys.lu