LUXEMBURGJACQUELINE KIMMER

Vorfall mit einer Drohne am Flughafen Findel bestätigt

Ende April sind sich am Flughafen Findel ein Passagierflugzeug und eine ferngesteuerte Drohne nahe gekommen.

Der Pilot meldete das Flugobjekt an die Flugaufsicht DAC, die dann am am 24. April Anzeige gegen Unbekannt erstattete.

Seit mehren Monaten ermittelt die Justiz - bislang ohne Ergebnis. „Der Fall ist schwierig, es gibt keinen wirklichen Ermittlungsansatz“, wird vonseiten des Justiz moniert. Zusammen mit Vertretern aus der Luftfahrt hatte der zuständige Minister François Bausch gestern zu einer Pressekonferenz eingeladen. Bestätigt wurde bei dieser Gelegenheit, dass sich über dem Findel eine unbekannte Drohne bewegte.

Die Gesetzgebung

Minister François Bausch wies noch einmal auf die hierzulande beim Thema Drohne gültige Gesetzgebung hin. Der Einsatz der unbemannten Luftfahrzeuge wird im Großherzogtum noch sehr restriktiv gehandhabt, da noch kein spezifisches diesbezügliches Gesetz besteht. Dem luxemburgischen Gesetz nach gilt eine Drohne als Flugzeug.

Wiegt der Flieger mehr als 25 Kilogramm und will man damit abheben, ist ein Antrag bei der Zivilluftfahrtbehörde zu stellen. Gibt die Behörde ihr OK, ist eine Taxe von 620 Euro zu entrichten. Unter strengen Auflagen dürfen Drohnen nur in Sichtweite und nicht höher als 50 Meter fliegen, wie im Gesetz festgehalten wird.

Der Findel und sein direktes Umfeld sind hierzulande die einzige Flugverbotszone für Drohnen.