LUXEMBURG
DANIEL OLY

„Koll an Aktioun“ geht im Juni in seine sechste Ausgabe

Kunst satt, vor einer atemberaubenden historischen Kulisse des Schiefermuseums, mit einem abwechslungsreichen Programm und zudem mit gebührendem Respekt für die Umwelt: All das bietet das „Koll an Aktioun“-Festival in Obermartelingen, das sich auf die Fahne geschrieben hat, das „Festival für die ganze Familie“ zu sein, wie die Organisatoren erklären. In diesem Jahr feiert das 2014 uraufgeführte Fest im Freilichtmuseum nahe dem Naturpark der „Obersauer“ schon seine sechste Ausgabe.

Viele neuen Ideen im Programm

Das will natürlich geplant sein. „Die Organisation des Festival zieht sich fast über das gesamte Jahr, mit regelmäßigen Versammlungen der organisierenden Arbeitsgruppen“, erklären Christophe Murroccu und Elisa Baiocchi vom „Koll an Aktioun“-Festival. Rund ums Jahr kümmern sich demnach 15 eingeschweißte Freiwillige um die Organisation und das Konzept hinter dem Festival. „Kurz bevor es dann losgeht engagieren sich dann insgesamt rund 60 Freiwillige, um an der Gestaltung des Festivals mitzuarbeiten.“

Das tun die Organisatoren natürlich nicht allein. „Für die Ausgabe 2019 haben wir bislang zwölf Partner, darunter die Gemeinden Rambrouch und Martelingen sowie das Schiefermuseum“, erklären die Organisatoren. „Das wächst aber von Jahr zu Jahr, und deshalb werden in den kommenden Wochen wohl noch weitere Partner hinzukommen.“ Auch ein Zeichen des Erfolges, wie sehr das Festival sich für seine Besucher einsetzt.

„Wir haben uns natürlich auch wieder Neues einfallen lassen“, erklären Murroccu und Baiocchi. „Der Festival-Besucher hat die Chance, neben Musik und kulinarischen Höhepunkten eine große Auswahl an weiteren Aktivitäten zu entdecken.“ Neben veganem Brunch und lokalen Delikatessen und einem vielfältigen Bühnenprogramm sollen so die „Makers an Aktioun“ im neuen „Creators Market“ in Workshops zeigen, was lokale Designer und ein nachhaltiges Konzept so drauf haben. Ein Flohmarkt, Kinder-Workshops und eine Radtour, die von Kleinbettingen über Redingen bis zum Festival führen soll, komplettieren das Angebot. „Ein paar Überraschungen wird es natürlich auch geben, tolle Naturerlebnisse und kleine Abenteuer bleiben aber weiter fester Bestandteil des Festivals“, meinen die Organisatoren. Stolz sei man derweil auf das musikalische Angebot, das ganz bewusst auf eine gleichberechtigte Programmierung getrimmt wurde: „Damit sind wir das erste Festival im Großherzogtum, das eine bestmögliche Gleichstellung zwischen Mann und Frau auf der Bühne garantieren möchte.“

Mit diesem Angebot will das Festival auch weiterhin eine feste Größe des Kultur-Agendas bleiben. „Wir ziehen ein kulturinteressiertes Publikum aus Luxemburg und der Großregion an und bieten Künstlern eine tolle Bühne vor einem tollen Background.“ 2018 zählte „Koll an Aktioun“ so mehr als 2.000 Besucher, in diesem Jahr rechnen die Organisatoren sogar mit mehr als 3.000 Festivalbesuchern.

Dafür sucht das „Koll an Aktioun“-Festival natürlich noch immer Helfer und Aussteller gleichermaßen. „Einerseits für ,Makers an Aktioun‘ bei dem Flohmarkt, Workshops und Umwelt im Mittelpunkt stehen sollen - da suchen wir auch weiterhin nach Ausstellern, die zum Thema passende Möbel, Bücher oder Kleidung bieten können oder Interessierte, die selbst ein Workshop zum Thema ,umweltbewusstes Handeln' geben wollen“, erklären die Organisatoren. Für die im alten Spalthaus abgehaltene Kunstausstellung werden aber ebenfalls Aussteller gesucht. „Alle Kunstrichtungen sind dabei herzlich willkommen - ob Fotografie, Film, Malerei, Skulptur, Konzeptkunst, Streetart oder Perfomance.“ Interessenten könnten demnach noch bis zum 8. März ihre Projekte einreichen. Wie viele Künstler schlussendlich vor Ort sein werden, lasse sich deshalb derzeit noch nicht festhalten. „Das sehen wir erst, wenn der 8. und 9. Juni näher rücken“, wissen die Organisatoren.

Erste Infos gibt es aber schon: Das Jazz-Trio rund um den Luxemburger Pol Belardi mit Pit Dahm und Arthur Possing wird demnach ebenso zu den Highlights gehören wie die 21-jährige deutsche Pop-Künstlerin Ilgen-Nur oder die Österreicher von Naked Cameo.

Kunst-Aufruf zum Festival

Offen für alles

Das „Koll an Aktioun“-Festival bietet Künstlern aus der Großregion noch bis zum 8. März die Chance, ihre Ausstellung im Festival zu zeigen. Offen ist sie für Künstler aus den Bereichen Fotografie, Film, Performance, Malerei, Skulptur, Konzeptkunst oder Streetart. Interessenten sollten ein Portfolio mit Beispielen samt einer kurzen Beschreibung in den drei Landessprachen per Mail einsenden unter expo@kollanaktioun.lu
Zudem freut sich das Festival über freiwillige Helfer. Wer schon immer einen Blick hinter die Kulissen eines Festivals werfen wollten, hat mit dem „Koll an Aktioun“-Festival die perfekte Gelegenheit. Weitere Informationen oder Anmeldungen unter info@kollanaktioun.lu
Mehr Informationen unter www.kollanaktioun.lu