LUXEMBURG
JODIE SCHMIT

Die „Fondation Autisme Luxembourg“ (FAL) wurde im Juni 1996 von einer Gruppe betroffener Eltern gegründet, die etwas gegen den Mangel an Einrichtungen und Dienstleistungen für Menschen mit Autismus in Luxemburg unternehmen wollten. Jodie Schmit arbeitet seit Anfang 2020 im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit der „Fondation Autisme Luxembourg“.

„Ferien sind sowohl für die mentale als auch für die körperliche Entwicklung des Menschen unerlässlich. Sie sind dafür da, um sich zu entspannen und die Sorgen des Alltags hinter sich zu lassen. Dies gilt auch für Personen mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und ihre Familien.

Aus diesem Grund organisiert die ‚Fondation Autisme Luxembourg‘ jedes Jahr eine Vielfalt von Ausflügen und Aktivitäten, sowie rund 20 Ferienwochen, die sich an Personen mit Autismus jeden Alters richten.

Die Ferienkolonien finden meistens an der belgischen oder niederländischen Küste oder in den Ardennen statt. Sie ermöglichen Personen mit Autismus, neue Bekanntschaften zu schließen, sich zu entspannen und Spaß zu haben. Zudem bieten sie ihren Familien die Möglichkeit, einige Tage zur Ruhe zu kommen, wohlwissend, dass ihre Kinder gut betreut werden.

Angesichts des Coronavirus mussten wir sorgfältig darüber nachdenken, ob unsere geplanten Ferienwochen auch dieses Jahr stattfinden werden. Jedoch gab es von Anfang an kein Zweifel, dass die Unterstützung der Familien weiterhin gewährleistet sein muss, da diese gerade jetzt unerlässlich ist.

Wir sind uns bewusst, dass die Ferienkolonien für viele Familien die einzige Möglichkeit auf eine Auszeit sind. In den vergangenen Monaten waren die Eltern, die ihr Leben ihrem Kind gewidmet haben, rund um die Uhr für ihre Kinder da und bekamen keine Gelegenheit mehr, zur Ruhe zu kommen. Aus diesem Grund entschieden wir uns für die Aufrechterhaltung der geplanten Ferienwochen.

Um dies zu ermöglichen und gleichzeitig die mit COVID-19 verbundenen Risiken auf ein Minimum zu reduzieren, wird darauf geachtet, dass alle vorgeschriebenen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen, wie beispielsweise das regelmäßige, gründliche Händewaschen und das Tragen der Schutzmasken, eingehalten werden.

Zusätzlich dazu wurden die geplanten Ausflüge vor Ort so organisiert, dass jederzeit ein ausreichender Sicherheitsabstand zu anderen Menschen gewährleistet ist. Hierfür werden jegliche überfüllten Orte (wie beispielsweise Restaurant-Besuche) vermieden. Im Ausgleich dazu sind zahlreiche Aktivitäten in der Natur, wie beispielsweise Spaziergänge und Picknicks in den Dünen, geplant. Zudem wird das Team vor Ort täglich über die aktuelle Situation der beiden Länder (Luxemburg und der Urlaubsort) informiert, um im Notfall schnell reagieren zu können.

Die FAL ist #ËMMERDO, um Familien neue Kraft zu schenken.“

Weitere Informationen finden Sie auf unsere Webseite: www.fal.lu